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Geschichte : Eine fiese Falle schnappt zu

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die berühmte Varus-Schlacht: Wie die Römer vor 2000 Jahren von den Germanen reingelegt wurden

Es waren einmal zwei Männer. Sie hießen Varus und Arminius. Eigentlich verstanden sich die beiden ziemlich gut. Varus glaubte zumindest, dem anderen voll und ganz vertrauen zu können. Doch da täuschte er sich. Denn Arminius schmiedete heimlich einen fiesen Plan. Er stellte Varus und seinen Soldaten eine Falle! Drei Tage lang wurde gekämpft. Viele Tausend Menschen verloren ihr Leben. Von der Schlacht erzählt man sich heute noch. Man nennt sie: die Varus-Schlacht. Doch der Reihe nach.

Was war da eigentlich passiert? Varus war ein Römer. Er lebte vor rund 2000 Jahren. Er war der Statthalter in der Provinz Germanien. Die Gegend hatten die Römer zuvor erobert. Der Statthalter war der Stellvertreter des römischen Kaisers. Er sollte für Recht und Ordnung sorgen.

Arminius war ein Germane. Diese waren mit den Römern befreundet. Arminius war in Rom erzogen worden und konnte die Sprache der Römer, nämlich Latein. Außerdem diente er in der römischen Armee. Er wusste also genau, wie die Römer kämpften und welche Tricks sie auf Lager hatten. Arminius half Varus, die römischen Gesetze in Germanien durchzusetzen.

So sah es zumindest aus. Bis zu jenem Tag, als Varus eine Nachricht bekam. Er und seine Armee waren auf dem Weg in ihr Winterlager. Da erreichte ihn die Meldung von einem Aufstand. Auch dafür war der Statthalter zuständig. Doch den Aufstand hatte Arminius nur erfunden.

Aber Varus fiel darauf herein – und Arminius’ Falle schnappte zu! Die römische Armee änderte ihre Marsch-Richtung. Sie zog in die dichten Wälder und in die Sümpfe. Dort wurden die Wege schmaler. Das gefiel den Römern überhaupt nicht.

Es entstand eine lang gezogene Reihe. Wie eine Art gigantischer Wurm.

Dadurch wurden die Römer angreifbar. Nun schlugen die Germanen zu, von allen Seiten, immer wieder, drei Tage lang. Am Ende hatten Varus und seine Soldaten verloren.

Doch warum hat Arminius das gemacht? Darüber rätseln die Forscher.

Sie vermuten, dass es vielleicht aus Rache geschah. Denn die Römer waren bei der Eroberung neuer Gebiete nicht zimperlich. Und sie behandelten die Germanen oft sehr schlecht.

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