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Portrait : Ein Mann mit großer Seele

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mahatma Gandhi kämpfte ohne Gewalt für Indiens Freiheit / Noch heute wird er dafür verehrt

Er steht für Unabhängigkeit und Freiheit. Mohandas Karamchand Gandhi kämpfte für die Rechte seiner Landsleute, für Indiens Selbstbestimmung. Am Ende hatte Indien die Unabhängigkeit von der britischen Kolonialmacht erlangt. Die Bilder von Gandhi sind im Gedächtnis der Menschheit geblieben, insbesondere die letzten Aufnahmen, als der kleine schmächtige Mann, in schlichte weiße Tücher gehüllt, barfuss mit seinem Stab auf dem Pilgermarsch durch Indien war.

Er führte seinen Kampf ohne Waffen und Gewalt. In großer Anerkennung hierfür wurde er vom indischen Volk geehrt mit dem Namen „Mahatma“ (übersetzt heißt das: dessen Seele groß ist).

Sein Widerstand gegen die Obrigkeit begann 1893 in Südafrika. Dorthin reiste er nach seinem Jura-Studium, ließ sich als Anwalt nieder und wurde zu einem politischen Führer der indischen Einwanderer. 1894 gründete er eine Organisation gegen staatliche Diskriminierung und für die politische Selbstbestimmung der Inder. Auch Südafrika war damals eine britische Kolonie, das heißt, die Engländer hatten das Land erobert und beuteten seine Natur- und Bodenschätze aus. Im Dezember 1902 stattete der britische Kolonialminister Joseph Chamberlain Südafrika einen Besuch ab, und Gandhi verhandelte auf Bitten seiner dortigen Landsleute mit dem Minister für mehr Rechte der Inder. Doch die Einigungsgespräche scheiterten. Gandhi gab nicht auf, er wollte aber einen gewaltlosen Kampf führen.

1914 kehrte der Anwalt nach Indien zurück. Er schaffte es, eine indische Massenbewegung unabhängig von der Kastenangehörigkeit (das sind streng getrennte soziale Schichten, in die jeder Inder hineingeboren wird) zu mobilisieren. Anfang April 1919 kam es nach seinem Aufruf zu Demonstrationen vereinzelt zu Gewalttätigkeiten. In der Folge sagte er weitere Kundgebungen ab und fastete zur Buße. Doch Mitte April versammelten sich tausende Anhänger. Die britischen Truppen lösten die Demonstrationen gewaltsam auf. Es gab viele Tote und Verletzte. So begann Gandhi im Herbst 1920 durch das Land zu reisen, um den gewaltfreien Weg vorzuführen. Immer wieder forderte er den indischen Unionsstatus und 1944 dann die Unabhängigkeit Indiens. Wegen seiner Aktionen wurde der unbeugsame Mann häufig verhaftet, insgesamt acht Jahre verbrachte er im Gefängnis.

1947 konnten Gandhi und seine Anhänger ihren größten Erfolg verbuchen. Indien erklärte seine Unabhängigkeit. Doch seine Feinde ruhten nicht, Ende Januar 1948 wurde er von einem fanatischen Gegner erschossen. Sein Leichnam wurde verbrannt, eine millionenköpfige Menge gab ihm das letzte Geleit, als seine Asche nach der hinduistischen Lehre am 12. Februar im Ganges verstreut wurde. Noch heute wird Mahatma Gandhi als Freiheitsbringer verehrt.






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