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Erfinder : Ein berühmtes Testament

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit seiner Erfindung bauten die Menschen Straßen – aber sie führten auch Kriege: Alfred Nobel erfand das Dynamit

svz.de von
erstellt am 21.Sep.2014 | 15:46 Uhr

Es ist nur ein Stück Papier, beschrieben mit kleinen, kritzeligen Buchstaben. Aber dieses Stück Papier ist weltberühmt. Es ist das Testament von Alfred Nobel. Der berühmte Erfinder lebte vor über 100 Jahren. Er stammte aus dem Land Schweden. Sein Testament war damals eine Sensation! Auf dem Stück Papier hatte er aufgeschrieben, was mit seinem Vermögen passieren sollte. Alfred Nobel war sehr reich, er besaß viele Millionen. Nach seinem Tod sollte der Großteil des Geldes für den Frieden eingesetzt werden! Er wollte damit einen speziellen Preis ins Leben rufen.

Heute gehören die Nobelpreise zu den wichtigsten Auszeichnungen der Welt. Sie werden jedes Jahr in der Stadt Stockholm in Schweden verliehen: Dabei gibt es etwa drei Preise für tolle Forscher aus den Bereichen Physik, Chemie, Medizin. Oder einen Preis für berühmte Schriftsteller. Und einen eben für Menschen oder Organisationen, die sich besonders stark für den Frieden einsetzen.

„Alfred Nobel war schon immer ein friedliebender Mensch. Das Thema Frieden hat ihn sein ganzes Leben begleitet“, sagt der Geschichts-Fachmann Horst Kant. Dabei war Alfred Nobels bekannte Erfindung gar nicht so friedlich. Alfred Nobel hatte einen neuartigen Sprengstoff erfunden, das Dynamit.

In seinen Fabriken kam es auch zu schlimmen Unfällen, Menschen wurden dabei schwer verletzt.

Bei einem dieser Unfälle verlor Alfred Nobel sogar seinen Bruder. „Das war ein schwerer Schlag für ihn“, sagt der Fachmann.

Obwohl er Sprengstoff herstellte und immer weiter daran forschte, hasste Alfred Nobel den Krieg. Er wollte den gefährlichen Stoff nur für friedliche Zwecke verwenden. Zum Beispiel beim Bau von Straßen und Tunnel. Oder für die Arbeit in Bergwerken.

Doch auch die Armeen begannen, den Sprengstoff zu benutzen und im Krieg einzusetzen – und das gefiel Alfred Nobel überhaupt nicht. Deshalb entschied er am Ende seines Lebens, dass sein Vermögen für Gutes eingesetzt werden sollte.

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