Freizeit : Drachenpiloten üben Tricks

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Mitten auf einer großen, freien Wiese liegen zwei schwarze Schlaufen. Sie sind mit langen Schnüren verbunden. Folgt man den Schnüren, erkennt man von Weitem einen blauen Lenkdrachen.

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10. Juni 2015, 22:47 Uhr

Mitten auf einer großen, freien Wiese liegen zwei schwarze Schlaufen. Sie sind mit langen Schnüren verbunden. Folgt man den Schnüren, erkennt man von Weitem einen blauen Lenkdrachen. Er gehört dem Drachenpiloten Grischa König aus Berlin. „Gute Lenkdrachen startet man an einer fixen Leinenlänge“, sagt Grischa. Man spult die Leine also nicht nach und nach ab. Sondern der Drachen liegt weit weg. Auf der Wiese liegt noch ein zweiter Drachen. Denn Grischa trainiert an diesem Tag mit seinem Freund Dirk.

Zuerst übt aber jeder für sich allein. Grischa steckt beide Hände durch die Schlaufen und umgreift das Band. Dann streckt er die Arme zuerst nach vorne aus. Und zieht sie dann gleichzeitig am Körper vorbei nach hinten. Schon fliegt der Drachen in den Himmel.

Grischa fliegt seinen Drachen nach links, nach rechts, nach oben und unten. Auch Tricks macht er. Zum Beispiel lässt er den Drachen auf dem Rücken schweben. Oder er wickelt ihn in der Luft in seine eigenen Schnüre ein. „Der Trick heißt Jo-Jo“, sagt Grischa.

Jetzt steuert Grischa seinen Drachen ganz nach links, quer über die Schnüre von Dirk. So zeigt er ihm, dass er bereit für ihr gemeinsames Training ist. Die beiden landen ihre Drachen nebeneinander und treffen sich ungefähr in der Mitte.

Grischa zählt: „Eins, zwei, drei!“ Dann starten die Drachen gleichzeitig in die Luft. „Links hepp!“, sagt Grischa plötzlich. Und beide Drachen fliegen eine scharfe Kurve nach links. Nächstes Kommando: „Unten hepp!“ Die Drachen fliegen im Sturzflug nach unten.

Für Turniere üben die beiden einen bestimmten Ablauf. So wissen sie, was als Nächstes kommt. „Das ist für den Ansager viel entspannter, weil er nur noch den Moment abpassen muss“, sagt Grischa. Dann muss er nur noch „Hepp“ sagen. Und Dirk weiß, was zu tun ist.

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