Tierwelt : Die Nachfahren der Dinos

Er soll einer der größten flugfähigen Vögel gewesen sein: der Pelagornis sandersi.
Er soll einer der größten flugfähigen Vögel gewesen sein: der Pelagornis sandersi.

Vor sehr langer Zeit lebten riesige Ungetüme auf der Welt – erst die Dinos und dann gigantische Vogelwesen

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18. März 2015, 23:31 Uhr

Ein Ungeheuer trabt durch den Wald. Es sieht ein bisschen aus wie ein Strauß oder ein Emu. Oder wie ein anderer Laufvogel. Mit einem langen Hals, kleinen Flügeln und hohen Beinen.

Doch das Tier ist viel größer als etwa ein Strauß. Es ist so hoch wie ein Doppeldeckerbus! Die Beine sind so lang, dass ein erwachsener Mensch dem Tier durchlaufen könnte.

So einem riesigen Vogel wirst du nicht im Wald begegnen. Denn solche Vögel gibt es schon lange nicht mehr. Doch einst sollen Wesen wie diese die Erde bevölkert haben. Forscher haben nämlich Knochen und andere Überreste von ihnen gefunden.

„Auf der ganzen Welt sind früher Riesenvögel herumgelaufen, geflogen und geschwommen“, sagt Ernst Probst. Er hat sich mit den spannenden Tieren genauer befasst und Bücher über sie geschrieben. „Als die Dinosaurier verschwunden waren, konnten die Vögel immer größer werden.“ Denn es gab keine Feinde mehr, vor denen sie fliehen mussten. Und viel zu fressen gab es außerdem.

Auch bei uns in Deutschland haben wohl Riesenvögel gelebt. In den Bundesländern Hessen und Sachsen-Anhalt etwa entdeckten Experten Knochen von einem gewaltigen Laufvogel. Sie nannten ihn Gastornis.

Das Tier hatte einen mächtigen Schädel und riesige Füße. Es soll zwei Meter groß und 100 Kilo schwer gewesen sein.

Viele Jahre glaubten die Forscher: Der Riese mit seinem großen Schnabel muss ein gefährliches Raubtier gewesen sein. „Doch so gefährlich war Gastornis wahrscheinlich gar nicht“, sagt der Fachmann. Heute glaubt man, dass der Vogel ein Vegetarier war. „Seinen riesigen Schnabel benutzte er wohl gar nicht zum Jagen, sondern nur, um Nüsse zu knacken und Früchte von Bäumen und Sträuchern zu pflücken.“

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