Jubiläum : Die Beule der Bowlingkugel

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Heute vor 100 Jahren stellte der weltberühmte Forscher Albert Einstein wichtige Erkenntnisse vor.

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25. November 2015, 14:58 Uhr

Physiker kennen sie ganz genau. Auch viele andere Forscher wissen Bescheid. Sogar manche Schüler lernen sie schon in der Schule. Es geht um eine berühmte Theorie: die Relativitätstheorie. Hinter dem komplizierten Begriff verstecken sich eine Menge Antworten darauf, wie unser Universum funktioniert. Die Ideen sagen zum Beispiel: Die Zeit vergeht nicht immer gleich schnell. Sondern mal schneller und mal langsamer – je nachdem, wie schnell man sich selbst bewegt.

Der berühmte Physiker Albert Einstein hat sich die Relativitätstheorie vor vielen Jahren überlegt. Er hat zwei Arten davon veröffentlicht: die eine heißt spezielle Relativitätstheorie, die andere allgemeine Relativitätstheorie. Viele Wissenschaftler sagen: Albert Einstein veränderte damit die Physik grundlegend. Darum sind einige von ihnen nun auch etwas aufgeregt. Denn die allgemeine Relativitätstheorie feiert heute Geburtstag. Sie wird 100 Jahre alt. Am 25. November 1915 stellte Einstein seine Erkenntnisse zum ersten Mal vor. Die spezielle Relativitätstheorie veröffentlichte er schon zehn Jahre zuvor.

Zu Einsteins Erkenntnissen gehört, dass der Verlauf der Zeit abhängig von der Geschwindigkeit ist, das heißt, sie ist relativ. Würde zum Beispiel ein Mensch in einem Raumschiff mit sehr hoher Geschwindigkeit durch das Weltall fliegen und nach einem Jahr auf die Erde zurückkehren, dann wäre hier schon mehr Zeit vergangen.

Einstein fand heraus, wie Licht, Zeit und Energie im Universum zusammenhängen. Zusammengefasst ist das Ergebnis in der Formel E= mc2. In dieser Gleichung steht das E für die Energie, das m für die Masse und das c für die Lichtgeschwindigkeit im luftleeren Raum. Die Lichtgeschwindigkeit beträgt 300 000 Kilometer pro Sekunde. So schnell ist ein Lichtstrahl im All unterwegs. Bis jetzt geht man davon aus, dass es nichts Schnelleres gibt im Universum als das Licht. Die Formel besagt, dass man Materie in Energie umwandeln kann. Ganz schön kompliziert, was? Aber auch sehr spannend.

In seine allgemeine Relativitätstheorie bezog Albert Einstein die Schwerkraft ein. Dabei geht es darum, dass Masse die Raumzeit verzerrt – ähnlich wie etwa eine Bowlingkugel ein Trampolin einbeult. Diese Erkenntnis ist heute zum Beispiel wichtig für die Navis in Autos. Die Satelliten im All könnten sonst keine genauen Daten für die Erde liefern.

Heute sind viele von Einsteins Gedanken bewiesen. Verstanden werden sie dennoch nicht von allen. Aber wir alle konnten ein wenig mehr begreifen, wie das Universum aufgebaut ist. Albert Einstein selbst hat mal gesagt: „Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur in ihr zurechtfinden.“

Autoren: T. Mundzeck, S. Friedrich

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