International : Der Traum vom Frieden

Vor dem UN-Hauptquartier in New York (USA) wehen die Fahnen vieler Nationen.
Vor dem UN-Hauptquartier in New York (USA) wehen die Fahnen vieler Nationen.

UNO – die Weltorganisation wurde im Krieg gegründet / Vereinte Nationen sorgen für Lösungen im Streitfall

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13. Februar 2014, 10:09 Uhr

Vor 100 Jahren, im Sommer 1914, begann der erste Weltkrieg, angezettelt vom deutschen Kaiserreich. Es wurden blutige Schlachten ausgetragen, bis die deutschen Soldaten 1918 besiegt waren. Rund zwanzig Jahre später rüstete das nationalsozialistische Deutschland erneut zum Krieg. Hitlers Truppen überfielen 1939 Polen. Wieder waren die Kämpfe verheerend, viele tote Soldaten waren zu beklagen, Städte wurden zerstört.

Großbritannien und die USA, die im Krieg gegen Deutschland kämpften, wollten das Leiden beenden. So trafen sich am 14. August 1941 mitten im Atlantik auf dem britischen Schlachtschiff „Prince of Wales“ der US-Präsident Franklin D. Roosevelt und Großbritanniens Premierminister Winston Churchill. Sie beschlossen, das nationalsozialistische Reich zu zerschlagen und den Aufbau einer friedlichen Welt zu beginnen. Außerdem sollte eine Organisation geschaffen werden, die fortan Konflikte in der Welt mittels Diplomatie und Aussprache gemeinsam lösen sollte. Ihr Name war UNO, eine Abkürzung für United Nations Organisation (Vereinten Nationen).

Im Juni 1945 war es soweit. Vertreter aus 50 Nationen kamen nach San Francisco, um die 111 Artikel umfassende Charta, also das Grundgesetz der Vereinten Nationen, zu unterschreiben. Im Kern standen das Selbstbestimmungsrecht der Völker, der Gewaltverzicht der Staaten und die Abrüstung. Die Gründungsnationen USA und Großbritannien waren davon ausgenommen, da sie als „Weltpolizisten“ auf die Einhaltung der Charta achten sollten.

Am 24. Oktober 1945 trat die Charta in Kraft. Da von deutschem Boden der Krieg ausgegangen war, durften die beiden neu gegründeten Staaten BRD und DDR nicht Mitglied werden. Im Jahr 1973 wurden sie mit eingeschränkten Rechten aufgenommen. Erst seit dem 3. Oktober 1990 ist die BRD Vollmitglied.

Der Hauptsitz der UNO befindet in New York. Er ist eine internationale Zone, die allen 191 Mitgliedstaaten gehört. Zweigstellen des UNO-Hauptquartiers gibt es an anderen Orten der Welt, zum Beispiel in Wien und Nairobi. Darüber hinaus unterhält die UNO verschiedene Büros für die vielen Aufgaben, die heute zu lösen sind. In Hamburg hat zum Beispiel der Internationale Seegerichtshof seinen Hauptsitz.

Die wichtigste Einrichtung der UNO ist die Generalversammlung. Hier können alle Probleme besprochen werden. Manchmal ist eine friedliche Lösung nicht möglich, dann gibt es doch Krieg. Dagegen können sich die übrigen Mitgliedstaaten zu gemeinsamen Maßnahmen zusammenschließen.

Über militärische Aktionen entscheidet der Sicherheitsrat. Er entsendet die so genannten Blau-Helm-Soldaten in die Konfliktregion. Wenn der Konflikt beigelegt ist, leistet die UNO auch Hilfen beim Wiederaufbau.

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