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Junge Zeitung

22. November 2017 | 21:42 Uhr

Musik : Der Teufelsgeiger

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute vor 175 Jahren verstarb Niccolò Paganini . Schon früh galt das Genie als Wunderkind.

Wo er auch auftrat, das Publikum liebte ihn. Man verehrte ihn wie heutzutage einen Popstar. Die Rede ist vom „Teufelsgeiger“ Niccolò Paganini. Er wurde am 27. Oktober 1782 in Genua in Italien geboren. Schon früh zeigte sich seine Begabung. Da ihm kaum ein Geigenlehrer etwas beibringen konnte, galt er schnell als ein richtiges kleines Wunderkind. Sein Vater zwang ihn, täglich zu üben. Er wollte viel Geld mit dem Talent des Jungen verdienen.

Im Alter von 16 Jahren wurde Paganini der Zwang zu viel und er floh aus dem Elternhaus. So bildete er sich alleine weiter und bekam eine Stellung bei der Fürstin von Lucca. Ab 1810 reiste er durch Europa, um zu musizieren.

Sein Siegeszug mit Konzerten in ganz Europa begann um 1830. Seine außergewöhnliche Begabung begeisterte die Zuschauer, wo immer er spielte. Er konnte ganze Stücke auf nur einer Saite spielen und sogar Tierstimmen mit der Geige erklingen lassen. Seine Musikstücke waren für andere Geiger fast unspielbar, da so schwierig. Bis heute stellen die äußerst komplizierten Grifftechniken seiner Kompositionen für Musiker eine sehr große Herausforderung dar.

Wieso nannte man ihn eigentlich „Teufelsgeiger“? Nun, einmal zog er sich immer ganz schwarz an. Das sah schon etwas schaurig an. Außerdem reiste er in einer schwarzen Kutsche durch die Lande.

Als Paganini einmal in Wien spielte, war ein Mann sehr erschrocken. Er behauptete ganz verstört, in diesem besten Geiger aller Zeiten den Teufel gesehen zu haben. Fortan bekam er den Beinamen „Teufelsgeiger“.

Viele kamen in die Konzerte, um ihn auch deshalb zu sehen. Sehr oft war das Publikum von seiner Kunst so überwältigt, dass einige in Tränen ausbrachen.

Die Musiker seiner Zeit nahmen ihn als Beispiel für ihre Werke und wandelten seine Themen zu neuen Musikstücken um. Als reicher Künstler verstarb Niccolò Paganini am 27. Mai 1840 in Nizza in Südfrankreich. Bis heute gilt er als unübertroffener und unerreichter Violinist.

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