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Junge Zeitung

19. November 2017 | 08:10 Uhr

Wetter : Der Lawinen-Checker

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Experten beobachten den Schnee und das Wetter – so können sie Wintersportler rechtzeitig warnen.

Schaut Christoph Mitterer auf seinen Computer, sieht er meist: Berge. „Das sind die Bilder, die uns mehrere Kameras über das Internet von verschiedenen Gipfeln liefern“, sagt er. Er kann immer sehen, wie es gerade dort ausschaut. Und wie das Wetter ist.

Die Berge interessieren ihn aber nicht nur, weil er dort gerne unterwegs ist. Christoph Mitterer ist ein Lawinen-Experte und arbeitet in der Lawinen-Warnzentrale in München in Bayern. Dort entsteht im Winter jeden Tag ein Bericht. In dem lesen etwa Skifahrer und Wanderer nach, wo in den Bergen Lawinen-Gefahr besteht.

Das Büro der Lawinen-Warnzentrale ist in der Stadt. Damit die Experten trotzdem wissen, wie es in den Bergen aussieht, haben sie die Kameras. Außerdem gibt es viele Leute, die in den Bergen unterwegs sind. In den verschiedenen Berg-Regionen sind es über 300, die den Fachleuten in München helfen. Diese Infos müssen die Experten aber auch erreichen. Kommt Christoph Mitterer morgens in sein Büro, greift er erst mal zum Telefon. Er ruft einige Beobachter an. „Sie geben mir zum Beispiel die Temperatur durch, oder wie viel Schnee gefallen ist“, sagt der Fachmann.

All die Informationen gibt Christoph Mitterer in seinen Computer ein. Dort kommen auch die Daten von Wetter-Messstationen an. Mit diesen Daten schätzen die Fachleute dann ein, wie groß die Lawinen-Gefahr gerade für eine Region ist. Lawinen sind riesige Mengen Schnee und Eis, die den Berg hinunterrutschen. Sie können gefährlich werden.

Hat der Fachmann alle Infos zusammen, schreibt er einen kurzen Bericht. Darin steht etwa, wo an einem Tag die Gefahr besteht, dass Lawinen abrutschen könnten. Dazu vergeben die Experten Zahlen, von eins bis fünf. Eins bedeutet: Die Gefahr, dass eine Lawine abgeht, ist gering. Fünf dagegen heißt: Die Gefahr ist sehr groß.

Verteilen die Experten für eine Gegend eine hohe Warnstufe, werden Fachleute vor Ort aktiv. Sie sperren dann zum Beispiel Straßen oder Pisten ab – damit niemandem etwas passiert.

Autorin: Julia Rudorf

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