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Junge Zeitung

11. Dezember 2017 | 20:05 Uhr

literatur : Der große Unbekannte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

William Shakespeare hat am 23.4. Geburtstag / Manche bezweifeln, dass er überhaupt existiert hat

Vor 450 Jahren wurde William Shakespeare geboren. Das ist laaang her. Da waren Mutti und Vati noch gar nicht auf der Welt. Und auch nicht Opa und Uropa. Nicht mal Ururopa und Ururur... naja, es ist wirklich sehr lange her. So lang, dass wir heute kaum noch was über diesen Mann wissen.

Manche Experten glauben sogar, es habe nie einen Dichter mit dem Namen Shakespeare gegeben, sondern nur einen Theaterjungen. Ein Adliger, also ein Graf soll den Namen des Jungen benutzt haben, um selbst unerkannt schreiben zu können. Es gibt allerdings auch eine andere Theorie, wonach die damalige Königin Elisabeth selbst unter diesem Künstlernamen geschrieben haben soll. Oder waren es sogar mehrere Schauspieler und Dichter, die der Einfachheit halber unter dem Namen Shakespeare veröffentlicht haben?

Irgendwie muss es diesen William Shakespeare wohl gegeben haben. Sonst wüssten wir heute ja nicht, dass er am 23. April 1564 in Stratford-upon-Avon, das ist ein kleines Städtchen in England, 160 Kilometer nordwestlich von der Hauptstadt London, das Licht der Welt erblickt hat. Mit 18 Jahren hat er seine acht Jahre ältere Frau Ann Hathaway geheiratet, mit der er drei Kinder bekommen hat. Irgendwann aber hat er sie sitzen lassen und ist alleine nach London zum Theater gegangen. Es heißt, er selbst soll ein schlechter Schauspieler gewesen sein. Vielleicht hat er sich darum aufs Schreiben von Theaterstücken verlegt. Da hatte er schnell großen Erfolg und wurde bald Miteigentümer des Globe-Theaters.

Schnell war er der bekannteste Theaterdichter von England. Das ist er übrigens heute noch. Auf der ganzen Welt kennt man ihn und seine Werke. Auf den deutschen Bühnen ist er der am häufigsten gespielte Autor. Insgesamt hat William Shakespeare neben ein paar Gedichten 38 Stücke geschrieben. Die berühmtesten heißen „Romeo und Julia“, „Der Sommernachtstraum“, „Hamlet“ und „Macbeth“. Da gibt es jede Menge Hexen, Feen, Gespenster, Könige und Ritter. Ganz schön hoch her geht es. In Schwerin steht in diesem Jahr übrigens „Romeo und Julia“ auf dem Spielplan des Theaters. Wer Lust hat, kann sich das ja mal anschauen. Es ist ganz schön traurig.

Im Jahr 1612 ging Shakespeare zurück nach Stratford. Dort ist er 1616 dann auch gestorben. Im Testament vermachte er seiner Ehefrau Ann „das zweitbeste Bett“. Bis heute weiß kein Mensch, was er damit eigentlich gemeint hat. Vorschläge werden also noch entgegengenommen!


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