Sport : Der Ball muss ins Netz!

Beim Spikeball hat man nicht viel Zeit zum Überlegen.
Beim Spikeball hat man nicht viel Zeit zum Überlegen.

Die Sportart Spikeball ist eher unbekannt – dabei macht sie viel Spaß.

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22. Juni 2015, 23:33 Uhr

Was macht ihr denn da? Die Leute drumherum gucken den vier Mädchen verwundert zu. Die Gruppe steht um einen Ring herum, der auf kleinen Füßen steht. In der Mitte ist ein Netz gespannt.

Allerdings springen die Mädchen nicht darauf herum – wie auf einem Trampolin. Stattdessen schmettern sie einen Gummiball auf das Netz. „Komm schon, spiel den Ball zu mir!“, fordert Emely. „Hee, nicht drängeln! Du haust mir ja auf die Finger!“, ruft Antonia und kichert. Die Mädchen haben Spaß, das sieht man sofort. Das Spiel, über das sich die Zuschauer so wundern, heißt Spikeball.

Spikeball lässt sich ein bisschen mit Volleyball vergleichen. Auch der Name kommt daher. Spikeball ist englisch und heißt Schmetterball. So wird auch der Ball genannt, den Volleyballer mit viel Wucht über das Netz zum Gegner schlagen.

Beim Spikeball muss der Ball aber nicht über das Netz gespielt werden, sondern mitten hinein. Das heißt: direkt auf den bespannten Ring, der wie ein kleines Trampolin aussieht. Von dort fliegt der Ball zum nächsten Spieler.

Normalerweise treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Ein Team besteht aus zwei Spielern. Die Sportart ist bislang noch eher unbekannt. Deshalb gibt es auch noch keine großen Vereine oder Ligen. Und es ist nicht so leicht, andere Leute zu finden, die Spikeball spielen.

Dabei ist die Idee für die Sportart gar nicht so neu. „Das Spiel kommt eigentlich aus Amerika“, erklärt der Fachmann Frank Reinecke. „Doch dort ist es in Vergessenheit geraten.“ Frank Reinecke hat Spikeball wiederentdeckt. Nun versucht er, das Spiel bekannter zu machen. „Spikeball macht Spaß und schult die Reflexe“, sagt Frank Reinecke.

Auch Antonia findet: „Man muss ganz schön schnell reagieren. Wenn der Ball aus dem Netz springt, weiß man nie ganz genau, in welche Richtung.“

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