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Junge Zeitung

23. November 2017 | 23:31 Uhr

Tiermedizin : Der Bären-Zahnarzt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bären gehen nicht zum Doktor / Aber manchmal besucht Marc Loose Bären, die Zahnprobleme haben

Normalerweise kümmert sich Zahnarzt Marc Loose um die Zähne von Menschen. Aber ein- bis zweimal im Jahr behandelt er die Zähne von Braunbären.

Welche Zahnprobleme haben Bären denn?

Marc Loose: Die Bären, die ich behandle, kommen aus Gefangenschaft und wurden nicht artgerecht gehalten. Sie haben zum Beispiel vor Langeweile auf Gitterstäben herumgekaut. Dadurch können die Zähne absplittern. Oder sie haben Honig, Kuchen, Weißbrot oder andere Dinge mit viel Zucker zu fressen bekommen. Dadurch entsteht Karies.

Woher wissen Sie, ob ein Bär Zahnschmerzen hat?

Bären mit Zahnproblemen sind oft sehr müde, erschöpft und abgemagert. Sie lecken sich viel und fressen wenig.

Haben Sie nicht Angst, dass mal ein Bär zubeißt?

Eigentlich nicht. Die Bären werden für die Behandlung natürlich betäubt. Ein Bär hält ja nicht einfach still, wenn man ihm ins Maul schaut und seine Zähne untersucht oder sogar daran herumbohrt. Es kann aber während der Behandlung passieren, dass der Bär plötzlich aufwacht. Weil die Betäubung vielleicht nicht stark genug war. Da muss man dann sofort reagieren.

Ist die Behandlung von Bären sehr anders als bei Menschen?

Das Gebiss von Bären ist dem Gebiss des Menschen ähnlich. Die Zähne sind größer und länger. Deswegen sind die Instrumente etwas länger und stabiler als die Instrumente für Menschenzähne.

Wen behandeln Sie lieber, Menschen oder Bären?

Das kann man nicht vergleichen. Ich habe sehr viel Freude an meinem Beruf als Zahnarzt für Menschen. Dafür werde ich auch bezahlt. Die Bären behandle ich umsonst. Aber dafür macht es sehr viel Spaß.

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