zur Navigation springen
Junge Zeitung

21. November 2017 | 15:13 Uhr

Spiel : Das Jo-Jo kommt zurück

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Altes Spielgerät neu aufgezogen / Figuren, Loopings, Tricks: Paul spielt Jo-Jo wie ein Profi

svz.de von
erstellt am 20.Okt.2014 | 17:31 Uhr

Paul steht im Garten vor seinem Haus. Konzentriert schaut er auf seine Hände. Darin hält er ein Jo-Jo, das wild durch die Luft hüpft. Erst schleudert er das Spielgerät in mehreren Loopings um sich herum. Dann schnappt er sich mit schnellen Handbewegungen die neongelbe Jo-Jo-Schnur und formt damit die Umrisse des berühmten Eiffelturms in Paris. Paul wohnt in Leopoldshöhe. Das ist ein Ort in Nordrhein-Westfalen. Jo-Jo spielen ist sein größtes Hobby. „Ich spiele draußen oder drinnen, zum Beispiel wenn ich Musik höre oder Fernsehen gucke“, erzählt der 14-Jährige. Seine Mutter sagt: „Wer Paul kennt, kennt ihn mit Jo-Jo.“

Ein Jo-Jo besteht aus zwei scheibenförmigen Teilen aus Holz, Plastik oder Metall. Die Teile sind mit einem Steg miteinander verbunden. Um den Steg ist eine Schnur gewickelt. Bei ganz einfachen Jo-Jos surren die Scheiben die Schnur erst hinunter und dann wieder hinauf. Moderne Jo-Jos haben dazu noch einen Freilauf: Sie können sich eine Weile am Ende der Schnur weiterdrehen.

Paul spielt nur mit solchen Freilauf-Jo-Jos. Er kann damit die verrücktesten Tricks machen: Er lässt das Jo-Jo zum Beispiel auf die Schnur hüpfen oder wirbelt es durch die Luft. Oder er nimmt die Jo-Jo-Schnur und formt daraus verschiedene Figuren. Gelernt hat er die Tricks mithilfe von Übungsheften, Videos im Internet und Jo-Jo-DVDs. „Ich habe irgendwann mal von meiner Mutter ein einfaches Jo-Jo zu Weihnachten geschenkt bekommen“, erzählt der 14-Jährige. Kurz darauf kaufte er ein Jo-Jo mit Freilauf. Danach packte ihn das Jo-Jo-Fieber so richtig. Mittlerweile hat Paul 20 Jo-Jos. Viele davon bekam er geschenkt. Einige kaufte er sich selbst und gewann ein paar bei Wettbewerben.

Wer selbst Jo-Jo spielen lernen möchte, brauche ein bisschen Ehrgeiz und Geduld. „Die Fingerfertigkeit kommt mit der Zeit von alleine“, sagt Paul. Doch das Allerwichtigste sei: „Es muss einem Spaß machen!“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen