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Religion : Das größte Fest der Muslime

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

2,2 Milliarden Muslime feiern heute auf der ganzen Welt das Opferfest. Es ist ihr wichtigstes Fest. Schon Tage zuvor haben sie sich darauf vorbereitet.

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 13:53 Uhr

Muslime gibt es auf dem ganzen Erdball. Jeder vierte Mensch auf der Welt ist ein Muslim. Der Islam ist die zweitgrößte Weltreligion. Die Moslems leben auf allen Kontinenten der Erde in über 100 Ländern. Die meisten Moslems leben in Asien, also in Indonesien, Pakistan, Bangladesch und Indien.
In Deutschland leben auch Moslems. Die meisten kommen aus der Türkei und aus Südosteuropa, wie Bosnien und Herzegowina, Bulgarien und Mazedonien. So ganz genau weiß man nicht, wie viel Moslems in Deutschland leben. Aber es wird angenommen, dass es über vier Millionen Menschen sind. In vielen deutschen Großstädten haben sie Moscheen, wohin meist die Männer der Muslime hingehen. Denn in dieser Religion beten die Frauen und Männer nicht Seite an Seite. Die Muslimas, wie die Frauen genannt werden, beten in einem anderen Raum.
Heute feiern die Muslime auf der ganzen Welt das Opferfest. Es ist ihr wichtigstes Fest. Sie feiern es vier Tage lang. Schon Tage zuvor haben sie sich darauf vorbereitet. Die Wohnungen wurden geputzt, es wurden neue Kleider gekauft und viel Leckeres zu essen vorbereitet. Die Kinder freuen sich, denn sie werden an diesen Tagen von ihren Eltern und Verwandten mit vielen Kleinigkeiten beschenkt. Und es gibt viel Süßes zu essen. An diesem Tag darf nicht gestritten werden und es wird nur über schöne Dinge geredet. Zerstrittene Menschen sollen sich vertragen und sich die Hand geben. Schließlich soll der hohe Feiertag Frieden stiften und in guter Erinnerung bleiben.
Bereits im Koran wird berichtet, dass Allah Frieden wollte. Als er Ibrahim sieht, dass er seinen eigenen Sohn opfern möchte, schickt er ihm einen Widder. Sara und Ibrahim hatten sich viele Jahre lang ein Kind gewünscht und hatten keins bekommen. So gelobte Ibrahim Allah seinen Sohn als Opfer, wenn er doch eines Tages ein Kind bekommen sollte. Als Sara mit 90 Jahren doch noch Mutter wurde, erinnerte sich Ibrahim an sein Versprechen an Allah. Aber Allah wollte nicht, dass ein Mensch für ihn geopfert wird.
Viele kennen diese Geschichte aus der Bibel. Nur die Namen sind etwas anders. Ibrahim heißt Abraham und Sara wird mit „h“ am Ende geschrieben, in der Bibel heißt sie Sarah. Das ist kein Zufall. Die drei großen Weltreligionen das Judentum, das Christentum und der Islam glauben an einen und denselben Gott. Alle drei Religionen berufen sich auf Abraham als Urvater. Nur die Namen ändern sich. Die Juden nennen Gott Jahve und die Muslime Allah. Das Opferfest erinnert alle Muslime daran, dass sie Allah vertrauen können. Als Vorbild dient ihnen Ibrahims Geschichte.

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