Comics : Bunt, witzig und kurzweilig

Comic-Helden gibt es viele. Collage: denny schröter
Comic-Helden gibt es viele. Collage: denny schröter

Comicfans gibt es in allen Altersgruppen / Schon in der Antike waren Bildfolgen beliebt

svz.de von
07. März 2014, 11:23 Uhr

Micky Maus und Donald Duck, Spiderman und Superman – die Liste der Comic-Helden ist lang, ebenso die ihrer Herkunftsländer. Es gibt auch unter Erwachsenen viele Fans, die gern „Donald Duck“ oder „Asterix und Obelix“ lesen. Was ist eigentlich so toll an Comics?

„Sie sind witzig, schön bunt und man kann sie immer mal zwischendurch lesen, weil die Geschichten nicht so lang sind“, sagt der zwölfjährige Niklas, dessen Regale mit „LTB“ (Lustigen Taschenbüchern) gefüllt sind. Die meisten davon hat er gebraucht gekauft. „Die Geschichten sind auch gut, wenn sie schon 20 Jahre alt sind“, ist seine Erfahrung.

Die Idee, Geschichten in Bildern darzustellen, ist noch viel älter. Aus der Antike stammen Grabmalereien, die die Ernte und Verarbeitung von Getreide in einer Bildfolge darstellten. Berühmt ist in Europa der Teppich von Bayeux aus Frankreich. Er entstand im Mittelalter und seine aufwändige Stickerei zeigt die Eroberung Englands durch die Normannen im Jahr 1066. Die dazu passenden Texte sind auch auf den Teppich gestickt worden – allerdings ohne Sprechblasen.

Ende des 18. Jahrhunderts waren in britischen Zeitungen erstmals Comic-Prints zu sehen, die in wenigen Bildern Witze erzählten. Das Wort comic bedeutet auf Englisch soviel wie „drollig“ oder „komisch“. Etwa hundert Jahre später erschienen in den USA unter der Bezeichnung Comic erstmals halbseitige Bildergeschichten mit Text.

Die ersten Comics in Heftform gab es in Frankreich und Belgien zu kaufen. Berühmt wurde ab 1929 „ Tim und Struppi“ des Belgiers Hergé. In den USA erschienen fast gleichzeitig die ersten längeren Micky Maus-Geschichten, einer Figur des Zeichentrickfilmers Walt Disney. Rund zehn Jahre später erhielt die ursprüngliche Disney-Nebenfigur Donald Duck, eine eigene Comic-Reihe. Gezeichnet wurde sie von vielen Künstlern. Einer der berühmtesten Donald Duck-Zeichner war Carl Barks.

Comics leben von Sprech- und Denkblasen. Manche Leute mögen keine Comics. Sie glauben, dass darin vor allem Ausdrücke wie „Kawumm!“, „Kreisch!“ oder „Groarr!“ vorkommen. „Das stimmt überhaupt nicht“, verteidigt Niklas seine Lieblingslektüre. Comics seien im Gegenteil oft anspruchsvoll. Das LTB „Geheimnisse der Frühgeschichte“ zum Beispiel mache viel mehr Spaß, wenn man versteht, auf wen mit „Goofanchamun“ angespielt wird und worauf sich der „Turmbau zu Babelhausen“ bezieht.




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