Brot, Bananen, Bratkartoffeln – dem Essen auf der Spur

svz.de von
08. Dezember 2013, 16:03 Uhr

Öl, Süßigkeiten und Chips stehen oben, dann kommen Fleisch, Eier, Fisch und Milch. Ganz unten sind Brot, Nudeln, Obst und Gemüse abgebildet. Die Lebensmittel sind auf einer Pyramide zu sehen. Unten werden Sachen gezeigt, die Kinder und Jugendliche besonders häufig essen sollen. Und oben sind Lebensmittel, die nur ganz selten auf dem Speiseplan stehen sollten.

Die Pyramide steht im Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund. Das ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen. Am Institut arbeiten mehrere Wissenschaftler. Sie nehmen genau unter die Lupe, was Kinder und Jugendliche in Deutschland essen. „Ich finde toll, dass es bei unserem Beruf um etwas geht, was jeden betrifft“, sagt die Ernährungs-Forscherin Annett Hilbig.

Die Ernährungs-Forscher sammeln vor allem jede Menge Informationen. Zum Beispiel kommen regelmäßig Kinder und Jugendliche für Studien nach Dortmund. „Sie werden gemessen, gewogen und es wird aufgeschrieben, was sie an drei Tagen hintereinander gegessen haben“, erklärt Annett Hilbig. „Wir schauen uns an, welche Auswirkungen die Ernährung für die Entwicklung der Kinder hat“, erklärt der Forscher Lars Libuda. Außerdem untersuchen die Wissenschaftler, ob es einen Zusammenhang zwischen Ernährung und bestimmten Krankheiten gibt.

In ihren Studien haben die Forscher schon einiges herausgefunden. „In Deutschland essen die Kinder und Jugendlichen oft zu wenig Brot, Nudeln, Obst und Gemüse“, sagt die Expertin Annett Hilbig. „Dafür essen die Kinder meist zu viel Fleisch, Wurst und Süßigkeiten.“ In Süßigkeiten steckt zwar jede Menge Energie. Doch dafür fehlen darin oft wichtige Stoffe wie Vitamine. Trotzdem seien Schokolade und Gummitiere nicht schlecht – man sollte nur nicht zu viel davon verputzen, finden die Ernährungs-Forscher.

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