Geschichte : Bewundert und gehasst

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Otto von Bismarck war eine Art Super-Politiker / Heute wäre er 200 Jahre alt geworden

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31. März 2015, 23:08 Uhr

Fast eine halbe Million Briefe und Postkarten bekam Otto von Bismarck zu seinem 80. Geburtstag. Das war am 1. April im Jahr 1895. Das ist lange her. In diesem Jahr wäre der Politiker nun 200 Jahre alt geworden und wieder wird gefeiert. Viele Menschen erinnern daran, wie sehr Bismarck Dinge für Deutschland veränderte.

Zu Bismarcks Zeiten gab es das Deutschland, wie wir es kennen, noch nicht. Die Gegend war in Königreiche und Fürstentümer aufgeteilt. Damals wollten immer mehr Menschen genau das ändern. Sie forderten einen gemeinsamen deutschen Staat. Sie wollten außerdem mitbestimmen.

Bismarck hielt treu zu seiner Heimat Preußen und zum König. Ihm ging es zuerst darum, Preußens Macht auszubauen. Doch später änderte er seine Meinung zu einem deutschen Staat. Er setzte durch, dass dieser Wunsch vieler Menschen wahr wurde: Im Jahr 1871 wurde das Deutsche Reich gegründet. Danach war Bismarck für viele Menschen ein Held.

Der preußische König wurde Kaiser. Das Volk konnte Politiker wählen, die zumindest ein wenig mitreden durften. Das war damals ziemlich neu. Bismarck aber sicherte sich das Amt als Reichskanzler. Damit hatte er so viel Macht, dass er die Politik fast allein bestimmte.   Viele Leute ärgerten sich, dass Bismarck so eigenmächtig regierte. Andere bewunderten, was er alles für das Kaiserreich tat. So legte er neue Regeln fest. Zum Beispiel, dass Menschen Geld vom Staat bekommen, wenn sie alt oder krank werden. So etwas war damals einzigartig. Die Regeln gelten bis heute.

Bismarck verfasste aber auch strenge Gesetze gegen Menschen, die Kritik übten. Der Kanzler hatte deshalb erbitterte Gegner. Bismarck starb mit 83 Jahren. Auch nach seinem Tod wurde er weiterhin immer wieder stark kritisiert oder glühend verehrt.

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