Geschichte : Bewundert und gehasst

Napoleon beherrschte fast ganz Europa – doch irgendwann musste auch er sich geschlagen geben.
Napoleon beherrschte fast ganz Europa – doch irgendwann musste auch er sich geschlagen geben.

Noch heute kennt ihn fast jeder: Wie hat Napoleon Bonaparte das geschafft?

svz.de von
31. März 2014, 17:09 Uhr

Er soll vom Ehrgeiz besessen gewesen sein, rücksichtslos und gierig nach Macht. Gemeint ist Napoleon Bonaparte. Er war ein Herrscher und lebte vor rund 200 Jahren. Er regierte damals über Frankreich und über fast ganz Europa.

Dabei war Napoleon durch eine Art Verschwörung an die Macht gekommen. Mithilfe seiner Armee hatte er die Regierung gestürzt. Frankreich ging es damals sehr schlecht. Es herrschte ein großes Durcheinander. Die Bürger waren zerstritten und der Staat hatte kaum noch Geld.

Napoleon war damals bei vielen Menschen sehr beliebt. Er kämpfte als General im Krieg und gewann viele Schlachten. Die Menschen glaubten: Jemand, der so erfolgreich auf dem Schlachtfeld sei, müsste doch auch das Land wieder auf Vordermann bringen können.

Tatsächlich wendete Napoleon auch einiges zum Guten. Er ließ etwa Straßen, Kanäle und Brücken bauen und wichtige Gebäude sanieren. Er sorgte dafür, dass Getreide und Mehl nicht mehr so teuer waren. Für viele Franzosen war er dadurch zu einer Art Superheld geworden.

Doch es war nicht alles nur toll. Napoleon riss nach und nach alle Macht an sich. Er war nun so etwas wie ein Alleinherrscher. Er konnte Gesetze erlassen, wie es ihm passte. Er ernannte die Minister und kontrollierte, was über ihn geschrieben wurde. Gegner und Feinde ließ er einfach aus dem Weg schaffen. Napoleon herrschte über ganz Frankreich. Aber das reichte ihm noch nicht.

Er wollte in ganz Europa das Sagen haben – und das hatte er auch schon fast. Teile von Italien und die Niederlande hatte er schon erobert. Länder wie Spanien oder die Schweiz waren von Frankreich abhängig sowie das Gebiet unseres heutigen Deutschlands.

Napoleon und seine Armee schienen unbesiegbar zu sein. Andere Herrscher hatten aber die Nase voll von Napoleon – und davon, dass er alle Macht an sich riss. Deshalb schlossen sich etwa die Anführer von Österreich, Russland, Großbritannien und Schweden zusammen. Sie wollten es Napoleon zeigen und traten gemeinsam gegen ihn an. Es kam zu einer gigantischen Schlacht nahe der Stadt Leipzig. Sie liegt heute im Bundesland Sachsen. Die Schlacht kennt man auch unter dem Namen Völkerschlacht. Napoleon verlor! Das war der Anfang vom Ende.

Doch Napoleon wollte sich noch nicht geschlagen geben. Es kam zu einer letzten großen Schlacht – bei Waterloo. Das liegt heute im Land Belgien. Napoleon musste dieses Mal gegen Großbritannien und Preußen kämpfen – und verlor erneut. Nun war es endgültig aus. Er musste seine Macht abgeben und wurde verbannt, auf die Insel St. Helena. Sie liegt vor der Küste Westafrikas. Weit weg von Europa.

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