zur Navigation springen

Kinderschutz : Bei Gewalt Hilfe holen!

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kinder dürfen nicht geschlagen, getreten oder sonst wie körperlich bestraft werden

Schlagen, bedrohen, beschimpfen – das ist nicht in Ordnung. Wenn Kinder davon betroffen sind, erst recht nicht. Doch das ist trotzdem häufig der Fall. Experten untersuchen immer wieder, welche Gewalt Kinder auf der Welt erleiden müssen. Das war gestern auch wieder Thema. Dabei geht es vor allem darum, auf das Problem aufmerksam zu machen, um Kinder besser zu schützen.

„Viele Kinder erleben regelmäßig Gewalt“, sagt die Expertin Paula Honkanen-Schoberth. Sie und ihre Kollegen setzen sich dafür ein, dass Kinder ohne Gewalt aufwachsen. Das steht in Deutschland sogar im Gesetz. Das bedeutet: Kinder dürfen nicht geschlagen, getreten oder sonst wie körperlich bestraft werden. Gewalt bedeutet aber nicht nur Schläge, sagt die Expertin. Wenn ein Kind häufig beschimpft oder fies geärgert wird, ist das genauso Gewalt.

Gewalt muss man sich aber nicht gefallen lassen. „Wichtig ist es, dass du weißt: Gewalt ist nicht ok“, sagt die Fachfrau. „Wenn dir das passiert, dann darfst du Nein sagen. Du kannst sagen: ,Das will ich nicht. Das tut weh.’“ Versuche, mit deinen Eltern zu sprechen. Nicht wenn sie wütend oder aufgebracht sind. Besser ist es, eher einen Tag zu warten. „Dann könnte man sagen: Was können wir tun, damit das aufhört?“ Wenn das nicht hilft, bleibe nicht allein damit. „Du brauchst dich dafür nicht zu schämen. Sprich mit jemandem, dem du vertraust.“ Das kann ein Lehrer sein oder ein Verwandter, mit dem du gut klarkommst. Oder wie wäre es mit einem guten Freund und dessen Eltern? „Außerdem gibt es viele Beratungsstellen, an die man sich wenden kann.“ Diese findet man zum Beispiel im Internet. Manchmal ist Gewalt aber so schlimm, dass man sofort etwas tun muss. Dann wählt man die 110 und ruft die Polizei.

Doch nicht immer geht es um Probleme in der eigenen Familie. Vielleicht bemerkt man, dass bei einem Freund etwas nicht stimmt. Dann ist man selbst derjenige, der Hilfe anbieten kann. Zu zweit ist es oft einfacher, etwas zu tun, als allein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen