Musik : Auf die Pauke hauen

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Manchmal hat der Musiker Dietmar Kauffmann bei Auftritten eine Pause – dann kümmert er sich um sein Instrument.

svz.de von
25. November 2015, 16:04 Uhr

Er sitzt ganz hinten im Orchester und hat ein lautes Instrument: der Pauker. Trotzdem hören die Konzert-Besucher ihn nicht immer. Linda Kiowski hat Dietmar Kauffmann (54) gefragt, warum er sich die Pauke als Instrument ausgesucht hat.

Was mögen Sie an der Pauke am liebsten?

Dietmar Kauffmann: Die Pauke hat im Orchester viel zu spielen und Solo-Pauker zu sein, macht mir einfach sehr viel Spaß.

Was machen Sie, wenn Ihr Instrument mal nicht dran ist?

Die meisten denken: Der ruht sich aus! Aber erst einmal zählt man in der Regel mit. Denn ich muss wissen, wann ich wieder dran bin. Es gibt auch Stücke, wo man eine halbe Stunde Pause hat. Wenn so wenig zu tun ist, ist es natürlich auch ein bisschen langweilig.

Und was macht man dann?

Da zählt man nicht mehr mit. Ich muss die Pauke aber immer wieder nachstimmen. Das Fell kann sich nach oben oder nach unten verstimmen, sodass der Ton zu hoch oder zu tief ist. Das passiert während eines Konzerts immer wieder.

Wie stimmen Sie die Pauke?

Ich klopfe vorsichtig mit den Fingern auf die Pauke und halte das Ohr an das Fell. Mich haben deshalb auch schon Leute gefragt, ob ich zwischendurch schlafe. Ich höre aber, ob der Ton noch stimmt. Falls nicht, stimme ich die Pauke wieder mithilfe des Pedals und des Feinstimmers.

Müssen Sie denn noch viel üben?

Das Üben hört nie auf. Ich übe noch regelmäßig fast jeden Tag. Wenn es geht, ein, zwei Stunden. Im Prinzip kann man sagen, es ist ein lebenslanges Üben. Aber es ist auch schön, weil man sieht, wie man sich verbessert.

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