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Rückblick : Ali wünscht sich Frieden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jahresrückblick 2015: In den 8760 Stunden des vergangenen Jahres ist ganz schön viel passiert.

Ali überlegt lange. Dann sagt der Achtjährige, dass er in diesem Jahr am liebsten mit seinen Freunden Brückenball, Völkerball und Verstecken gespielt hat. Es ist ganz schön schwer, so weit in das Jahr zurückzublicken. Und doch fällt ihm noch ein, dass er in die 3. Klasse gekommen ist und sich darüber sehr gefreut hat. Nun hat er in der Schule jede Woche Schwimmunterricht und er hat sogar schon das Seepferdchen. Er begann, sich für das Schwimmabzeichen Bronze vorzubereiten, deshalb geht er inzwischen jede Woche mit seiner Mutter ins Schwimmbad. Ali ist eine richtige Wasserratte.

Alle Menschen haben in dem Jahr 2015 etwas anderes Besonderes erlebt. Manche haben ein Geschwisterchen bekommen, durften zum ersten Mal in den Kindergarten gehen oder sind eingeschult worden. Vielleicht sind sie zum ersten Mal in den Urlaub gefahren oder sie haben endlich das lang ersehnte Spielzeug bekommen. Vielleicht gibt es aber auch Erinnerungen, die nicht ganz so erfreulich sind, Veränderungen in ihren Familien, die nicht so schön waren. Vielleicht haben sich die Eltern getrennt oder der geliebte Opa ist gestorben. Vielleicht haben der Vater oder die Mutter ihre Arbeit verloren und sie mussten wegen einer neuen Arbeit umziehen. Leider mussten die geliebten Freunde, mit denen sie immer die Tage verbracht haben, zurückgelassen werden.

So erging es dieses Jahr vielen Flüchtlingskindern, die mit ihren Eltern zusammen oder auch ganz alleine nach Europa kamen. Sie haben vieles, was sie hatten und liebten und ihnen wertvoll war zurückgelassen: Ihre Freunde, ihre Spielsachen, ihre Kleider. Sie kommen aus Syrien, Albanien, aus dem Kosovo, aus Afghanistan und dem Irak. Sie kommen aus vielen Ländern in denen Krieg herrscht, in denen sie nicht mehr leben können, weil ihre Eltern verfolgt werden oder sie einfach nicht mehr genug Geld zum Leben hatten. All diese Kinder haben sich so ein Flüchtlingsleben nicht selbst ausgesucht.

Ali sitzt in seinem Zimmer und sagt, dass er es ganz toll fand, Weihnachten, Ostern, Zuckerfest und Opferfest gefeiert zu haben. Ali ist zwar Moslem, aber er hatte trotzdem einen Adventskalender geschenkt bekommen. Jeden Tag öffnete er ein Türchen. Am 24. Dezember gab es etwas ganz Besonderes, er durfte einen schönen Film sehen.

Ali hatte ein sehr schönes Jahr 2015 und wünscht eigentlich, dass sich für ihn im kommenden Jahr nichts ändern soll. Nur soll es mehr Frieden geben, sodass die Menschen keine Angst mehr zu haben brauchen und nicht mehr aus ihren Ländern fliehen müssen, das wäre noch ein Herzenswunsch.

Autorin: Zehra Kübel

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