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Wissen : Abfallfresser und Müllsiebe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Winzige Tierchen und Pilze wandeln in einem Kompostwerk Biomüll zu Dünger um.

Gammelige Salatblätter, Apfelschalen und Kaffeefilter: Kaum zu glauben, dass aus diesem Matsch einmal wertvoller Dünger wird. Das passiert zum Beispiel in Kompostwerken.

Diese gibt es überall in Deutschland – auch in Oldenburg in Niedersachsen.

Ein Müllwagen rumpelt dort auf den Hof des Kompostwerkes. Er hält vor einer großen Halle. Drinnen riecht es wie in der Biotonne zu Hause, wenn sie dringend mal wieder geleert werden muss.

Der Müllwagen fährt durch das Tor und hält an. Hinten am Fahrzeug öffnet sich eine Klappe. Ein Gemisch aus vergammelten Resten von Essen und Abfällen aus Küchen ergießt sich über den Betonboden. Das Ganze ist durchsetzt von Plastiktüten, Wurstverpackungen und Babywindeln. Da hilft nur noch eines: Nase zuhalten.

„Bevor wir den Biomüll kompostieren, zerkleinern wir ihn grob und holen Eisenteile mit einem Magneten heraus“, erklärt Experte Stefan Grüner. Was ist mit Plastiktüten, Bonbonpapier und Babywindeln? „Das entfernen wir später, wenn das Material nicht mehr so feucht ist“, erklärt Stefan Grüner.

Vom Betonboden schaufelt ein Radlader den Müll auf ein Förderband. Es transportiert den Biomüll bis zu einem riesigen Tor. Das sieht aus wie ein Garagentor, nur doppelt so groß. Dahinter tut sich ein langer Schacht auf. Es ist einer der Komposttunnel.

Das Ende des Förderbandes schwenkt hin und her und verteilt den Biomüll im Tunnel. Der Biomüll liegt dort auf einem Netzboden. Dann heißt es: Abwarten! Denn die Arbeit im Tunnel übernehmen winzige Tierchen und Pilze, die man Mikroorganismen nennt. Sie ernähren sich von den Abfällen und wandeln sie in Kompost um. Erst nach mehreren Wochen sind sie mit ihrer Arbeit fertig. Der Kompost wird dann später verkauft und gelangt als guter Dünger auf Felder und in Gärten.

Autorin: Ann-Kathrin Marr

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