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Geschichte : 100 Jahre Panama-Kanal

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die künstliche Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik ist eine wichtige Wasserstraße

Gestern feierte einer der größten Kanäle der Welt sein 100-jähriges Bestehen: der Panama-Kanal. Ein Kanal ist eine künstlich angelegte Wasserstraße, ähnlich wie ein Fluss, nur dass dieser von der Natur und nicht vom Menschen erschaffen wurde. Der Panama-Kanal ist die künstliche Verbindung zwischen dem Atlantischen und Pazifischen Ozean. Seinen Namen hat er von dem Land Panama, dessen Landenge er durchquert.

Die Idee einer künstlichen Verbindung der beiden größten Ozeane gab es schon seit dem 16. Jahrhundert. Damals konnte man das große Projekt noch nicht realisieren und es wurde als zu gefährlich eingeschätzt.

Vor etwa 130 Jahren wagte aber doch jemand das Projekt Panama-Kanal: Der Franzose Ferdinand de Lesseps begann mit Planungen zu dem bis dahin teuersten und größten Bauprojekt der Geschichte. Lesseps verfügte bereits über einige Erfahrung mit dem Bau eines Kanals, da er den Sues-Kanal in Ägypten entworfen hatte. Von dem Bau des Kanals in Panama versprach er sich Geld und Ruhm. Am Jahresanfang 1880 begannen die Bauarbeiten. Erdrutsche und Krankheiten gefährdeten das Projekt. Tausende Arbeiter starben im Regenwald an Malaria und Gelbfieber. Die Kosten für den Bau stiegen und Lesseps ging pleite.

Der damalige amerikanische Präsident Theodore Roosevelt erwarb von Panama die Rechte, die Wasserstraße weiterzubauen. Von da an arbeiteten 75 000 Menschen am Kanal. Am 15. August 1914 war das Bauwerk fertig und der erste Dampfer konnte den Panama-Kanal passieren.

Heute können viele Schiffe den Panama-Kanal nicht passieren, da er zu eng für sie ist. Deshalb wird er ständig ausgebaut und erweitert. Das Wunderwerk wird größer und größer. So feierten gestern die Einwohner das große Jubiläum auf einer Baustelle. Es gab aber auch eine große Show mit viel Musik. Heute ist der Kanal etwa 82 Kilometer lang. Jedes Jahr durchfahren ihn ungefähr 14 300 Schiffe. Der Kanal ist die Lebensader des kleinen Landes in Mittelamerika. Man kann ihn auch als Tourist befahren, oder man steigt in den Zug, der neben der Wasserstraße fährt.

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