Champions League : Furiose Aufholjagd: BVB dreht Spiel gegen Inter Mailand

Die Spieler von Borussia Dortmund feiern. Der BVB konnte den Rückstand gegen Inter Mailand drehen. /dpa
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Die Spieler von Borussia Dortmund feiern. Der BVB konnte den Rückstand gegen Inter Mailand drehen. /dpa

Was für eine Wende! Borussia Dortmund dreht gegen Inter Mailand nach einem 0:2 noch ein 3:2 - dank einer berauschenden zweiten Halbzeit. Nun steht der BVB vor dem Achtelfinal-Einzug in der Champions League. Ein echter Mutmacher für das Top-Duell bei den Bayern.

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05. November 2019, 23:25 Uhr

Ernüchternder Start, grandioses Ende - Borussia Dortmund hat die schon verloren geglaubte Chance auf das Achtelfinale in der Champions League gewahrt.

Dank einer furiosen Aufholjagd in einer berauschenden zweiten Halbzeit gelang dem Team von Trainer Lucien Favre nach einem 0:2-Rückstand zur Pause gegen Inter Mailand noch ein verdientes 3:2. Der überragende Doppel-Torschütze Achraf Hakimi (51./77.) und Julian Brandt (64.) sorgten für die kaum für möglich gehaltene Wende und damit für einen Mutmacher für den Liga-Gipfel beim deutschen Meister Bayern München.

«Das ist ein Fußball-Abend, wie die Leute ihn lieben. Das gibt uns Rückenwind für Samstag», sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im TV-Sender Sky. «Es war ein verrücktes Spiel, aber sehr schön», meinte Trainer Favre beim Streamingdienst DAZN.

Vor 66.099 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park hatte es vor der Pause noch nach einer weiteren Lehrstunde für die Dortmunder wie beim 0:2 im Hinspiel vor zwei Wochen ausgesehen. Lautaro Martinez (5.) und Matias Vecino (40.) brachten die Italiener scheinbar sicher in Front. Doch dann gingen sie im BVB-Rausch unter. «Wir haben Inter keine Luft mehr zum Atmen gelassen», sagte Abwehrchef Mats Hummels. «Das fühlt sich brutal gut an», meinte Brandt. «Unsere Reaktion war absoluter Wahnsinn.»

Durch den Sieg rückte die Borussia mit sieben Zählern bis auf einen Punkt an den FC Barcelona heran und hat damit die Chance, in den letzten beiden Gruppenspielen beim FC Barcelona und gegen Slavia Prag den Achtelfinal-Einzug perfekt zu machen.

Erwartungsgemäß hatte Favre wie schon im Hinspiel in Mailand auf Marco Reus verzichten müssen. Der Kapitän hatte sich am Samstag in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg einer Kapselverletzung im Sprunggelenk zugezogen. Auf seiner Position im zentralen offensiven Mittelfeld sollte Brandt das Spiel gestalten. Dagegen kehrte Torhüter Roman Bürki nach überstandenem grippalen Infekt in die Startelf zurück.

Für die hoch motivierte Borussia begann das Spiel mit einer herben Ernüchterung. Nach Fehler von Manuel Akanji und Mats Hummels war der pfeilschnelle Martinez zur Stelle und brachte die Italiener wie schon im Hinspiel mit 1:0 in Führung. Anders als nach dem Rückstand im ersten Spiel gegen Inter zeigte der BVB eine positive Reaktion und versuchte, den abwehrstarken Gegner unter Druck zu setzen.

So bot sich dem erneut als zentralen Stürmer eingesetzten Mario Götze in der 18. Minute die Chance zum Ausgleich. Doch der Abschluss des Weltmeisters von 2014 war zu schwach, um Inter-Keeper Samir Handanovic zu bezwingen.

Die Dortmunder agierten mit schnellem Kombinationsspiel, um die Gäste in Verlegenheit zu bringen. Doch das gelang gegen die cleveren Italiener zunächst zu selten. In der 40. Minute kassierten die Westfalen den nächsten Schlag. Nach einem Konter ließ Vecino BVB-Keeper Bürki keine Chance. Kurz vor der Pause verpasste Jadon Sancho aus kurzer Entfernung den Anschlusstreffer. Erneut war Handanovic zu Stelle.

Wie verwandelt kamen die Dortmunder aus der Kabine. Vor allem im körperlichen Bereich zeigten sie eine andere Präsenz und brachte die bis dahin sattelfeste Abwehr der Italiener mächtig ins Wanken. Vor allem Hakimi wirbelte die Inter-Deckung durcheinander. Nach Vorarbeit von Götze traf er (51.) erstmals. Es war der erste Treffer der Dortmunder nach drei Heimspielen in der Königsklasse nacheinander. Dabei blieb es nicht: Brandt (64.) sorgte für den Ausgleich, nach Pass des Sekunden zuvor eingewechselten Paco Alcacer. Ach dann ließ der BVB nicht nach. Und es war wieder Hakimi (77.), der das Happy End perfekt machte.

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