zur Navigation springen

Brandanschlag in Flensburg? : Feuer in geplanter Flüchtlingsunterkunft

vom
Aus der Onlineredaktion

In einem leerstehenden Hochhaus in Fruerlund bricht ein Feuer aus. Nächste Woche sollten dort Flüchtlinge einziehen.

svz.de von
erstellt am 16.Okt.2015 | 08:18 Uhr

Flensburg | Ein Feuer in einem derzeit leerstehenden Hochhaus in Flensburg, das ab der kommenden Woche für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden sollte, hat in der Nacht zu Freitag erheblichen Schaden an dem Gebäude angerichtet. Verletzt wurde niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Geklärt werden soll, ob es sich um Brandstiftung handelt. Nähere Informationen gab die Polizei am Morgen noch nicht.

Die Feuerwehr wurde gegen 1.15 Uhr in der Nacht in die Travestraße im Stadtteil Fruerlund alarmiert. Dort war im Erdgeschoss des Hochhauses ein Feuer ausgebrochen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war der Brand bereits weitestgehend von selbst erloschen. Die Feuerwehr geht davon aus, dass es zu einer Verpuffung und anschließendem Brand in der Wohnung im Erdgeschoss gekommen ist.

Laut Zeugenaussagen soll es einen Knall gegeben haben, vor dem Hochhaus liegen zerborstene Fensterscheiben.

Durch die massive Hitzeentwicklung brannte die betroffene Wohnung vollständig aus. Auch die Fassade und die Fenster von darüberliegenden Wohnungen wurden beschädigt.

In dem Haus in Flensburg-Freuerlund sollten Flüchtlinge unterkommen. Durch die massive Hitzeentwicklung brannte eine Wohnung vollständig aus.

In dem Haus in Flensburg-Freuerlund sollten Flüchtlinge unterkommen. Durch die massive Hitzeentwicklung brannte eine Wohnung vollständig aus.

Foto: Sebastian Iwersen
 

Die Polizei vernimmt noch in der Nacht Anwohner der Nachbarhäuser, Autos und Passanten werden in Fruerlund kontrolliert.

Das Gebäude gehört der Wohnungsbaugesellschaft „SBV“ und sollte ursprünglich im kommenden Frühjahr abgerissen werden. Aufgrund der angespannten Flüchtlingssituation hatte sich der „SBV“ jedoch entschieden, drei Stockwerke des Hauses bis zum Frühjahr 2017 an die Stadt Flensburg zur Unterbringung von Schutzsuchenden zu vermieten. Dort sollten insgesamt 40 bis 45 Menschen untergebracht werden.

Wie groß die Schäden am Gebäude sind und ob dieses noch als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden kann, müssen die Ermittlungen von Polizei und Gutachtern in den nächsten Tagen klären.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen