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SPD ist stärkste Partei bei Europawahl in Brandenburg

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erstellt am 25.Mai.2014 | 20:33 Uhr

Die Brandenburger haben bei den EU- und Kommunalwahlen jede Menge Kreuzchen gemacht. Ob sie wollten oder nicht, wird das Ergebnis auch als ein Stimmungstest gewertet. Schon in knapp vier Monaten ist zwischen Elbe und Oder Landtagswahl.Potsdam (dpa/bb) - Die Brandenburger haben am Sonntag das Europaparlament und ihre Kommunalvertretungen neu gewählt. Entgegen dem Bundestrend wurde die SPD stärkste Kraft bei der Europawahl. Nach einem Zwischenergebnis des Landeswahlleiters (Stand 19.29 Uhr) lag die Wahlbeteiligung bei 40,5 Prozent; 3045 der insgesamt 3862 Wahlbezirke waren ausgezählt. Bei der Europawahl 2009 erreichte die Wahlbeteiligung nur knapp 30 Prozent.Die SPD holt 27,0 Prozent (plus 4,2 Prozentpunkte) der Stimmen, die CDU liegt knapp dahinter mit 24,5 Prozent (minus 3,0). Auf Platz drei folgt die Linke mit 19,5 Prozent (minus 6,5). Die Alternative für Deutschland (AfD) belegt den vierten Platz mit 8,3 Prozent. Erst dahinter kommen Bündnis 90/Die Grünen mit 5,7 Prozent (minus 2,7) und die FDP abgeschlagen mit 2,0 Prozent (minus 5,4).Erstmals lagen die Europa- und die Kommunalwahlen an einem Tag. Am 14. September sind die Brandenburger erneut an die Urnen gerufen: Dann wird der neue Landtag gewählt.Brandenburgs SPD-Parteichef und Ministerpräsident Dietmar Woidke sah am Sonntagabend in den Ergebnissen der Europawahl Rückenwind für die Landtagswahl im Herbst. Zwar könne man die positiven Ergebnisse nicht ohne weiteres auf die Landtagswahl übertragen, sagte er. „Aber ein Stimmungstest ist es auf alle Fälle.“ Der Brandenburger CDU-Landesvorsitzende Michael Schierack dankte den Wählern für die Stimmen für die Christdemokraten. „Der couragierte Wahlkampf hat sich ausgezahlt.“  Linken-Landesvorsitzender Christian Görke verbuchte das bundesweite Europawahlergebnis seiner Partei als Erfolg. Er hätte sich jedoch insgesamt eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht. Parteisprecherin Andrea Johlige betrachtete die Verluste der Linken im Land gelassen.

EU-Wahlergebnisse seien nicht auf das Land übertragbar.Voraussichtlich zieht die SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Melior ins Europaparlament ein. „Ich freue mich“, sagte sie und versprach, sich vor allem für die Interessen der Menschen in den ostdeutschen Ländern einzusetzen. Ausgesprochen zufrieden zeigte sich die Grünen-Landtagsabgeordnete Ursula Nonnemacher: „Wir sind ganz klar die dritte Kraft.

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