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Iris Hoffmann ( SPD) : Im zweiten Anlauf nach Brüssel

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erstellt am 27.Mai.2014 | 10:19 Uhr

Damit hatte sie im Vorfeld selbst nicht so richtig gerechnet: Einzug ins Europaparlament – „das hatte ich so nicht erwartet“, freut sich Iris Hoffmann am Tag nach der Wahl. Ein nicht unbedingt aussichtsreicher Listenplatz 26 für den kleinsten SPD-Landesverband in MV – „es hat trotzdem gereicht“, kann es die 50-Jährige lange nach der Auszählung der Stimmen und einer langen Wahlnacht nur allmählich fassen. Iris Hoffmann aus Stäbelow im Landkreis Rostock, Diplombetriebswirtin, Finanzexpertin, Amtfrau a. D. – Mecklenburg-Vorpommerns neue SPD-Abgeordnete in Brüssel.

Im zweiten Anlauf: Vor fünf Jahren war die ehemalige Bundestagsabgeordnete an nur einer Stimme bei der Nominierung zur Spitzenkandidatin der SPD in MV gescheitert. Damals hatte sie zugunsten der EU-Wahl auf eine Kandidatur für den Bundestag verzichtet. Den Segen der Parteispitze hatte sie, aber nicht die Unterstützung der Basis, die seinerzeit statt Hoffmann Sylvia Rathke nominierte. „Der Groll ist vorbei“, meint die 50-Jährige heute. 70 von 82 Delegierten hatten Hoffmann 2013 in MV zur Spitzenfrau für Europa gewählt – das gab ihr Rückhalt. Auch für das, was sich die Beamtin im Ruhestand für die kommenden fünf Jahre vorgenommen hat. Eine lange Krankheit habe sie hinter sich gelassen und sei wieder fit – „zu Hause im Ruhestand“, nein, das sei nicht ihr Ding. Stattdessen wolle sie sich im EU-Parlament engagieren – für eine andere, bessere Asylpolitik in Europa beispielsweise. Versagt habe die EU bislang. Statt Flüchtlinge auf dem Mittelmeer abzudrängen müssten sie erst einmal die Möglichkeit erhalten, überhaupt Asyl beantragen zu können. Dazu müssten alle EU-Länder gleichermaßen Lasten übernehmen, fordert sie. Vor allem aber gehe es auch darum, in den Mitgliedsländern die Sozialstandards noch besser anzugleichen: „Gute Arbei für alle“ – Iris Hoffmann auf dem Weg nach Brüssel.

 

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