zur Navigation springen

CDU legt bei Europawahl in Mecklenburg-Vorpommern erneut zu

vom

svz.de von
erstellt am 25.Mai.2014 | 20:57 Uhr

Bei der Europawahl zeichnet sich in Mecklenburg-Vorpommern erneut ein haushoher Sieg der CDU ab. Gegen den Trend der Bundes-Union konnten die Christdemokraten im Nordosten zulegen. Nach Auszählung des Großteils der Stimmen lag die Union mit gut 34 Prozent weit vorn. Im Landkreis Vorpommern-Rügen, wo der Bundestagswahlkreis von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt, betrug die Zustimmung über 42 Prozent. Ob Werner Kuhn aber für die CDU wieder ins Europäische Parlament einziehen wird, war am Abend unsicher. Auf Platz zwei unter den Parteien lag nach Auszählung von 1850 der 2030 Wahlbezirke Mecklenburg-Vorpommerns die SPD mit 21,5 Prozent.Damit konnte die Partei von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) die Linke anders als zur Europawahl 2009 hinter sich lassen. Die Linke drohte erstmals bei einer Europawahl unter 20 Prozent zu rutschen. Dramatische Verluste musste erwartungsgemäß die FDP hinnehmen, die statt 7,6 nur noch etwa 2 Prozent erreichte. Die Grünen hielten im Nordosten mit etwa 5 Prozent fast ihr Ergebnis von 2009, wie auch die NPD, die am frühen Abend in Nordosten auf knapp 3 Prozent kam und damit in Mecklenburg-Vorpommern erneut deutlich mehr Zustimmung erhielt als in anderen Bundesländern. Die europakritische AfD kam in Mecklenburg-Vorpommern auf rund 7 Prozent, so viel wie bundesweit auch.Sellering reagierte mit Freude auf die Zugewinne der Sozialdemokraten bei der Europawahl. „Das ist ein wirklich gutes Europawahl-Ergebnis für die SPD“, sagte Sellering nach den ersten Hochrechnungen. Danach konnte die SPD bundesweit auf rund 27 Prozent hoffen, ein Plus von 6 Prozentpunkten gegenüber 2009. Auch in Mecklenburg-Vorpommern legte die SPD nach 16,7 Prozent vor fünf Jahren laut Zwischenergebnis spürbar zu. „Ich hoffe, dass wir mit Iris Hoffmann künftig wieder im Europäischen Parlament vertreten sind“, sagte Sellering. Die frühere Bundestagsabgeordnete steht auf Listenplatz 26 und könnte es gerade schaffen.Hoffnungen auf einen Platz im EU-Parlament kann sich auch Arne Gericke aus Tessin bei Rostock machen. Der 49-Jährige führt die Kandidatenliste der Familien-Partei Deutschlands an, die in Mecklenburg-Vorpommern am frühen Abend bei 1,6 Prozent und bundesweit bei 0,7 Prozent lag.Die Wahlbeteiligung erreichte mit rund 45 Prozent nicht ganz den Stand von 2009, als im Nordosten 46,6 Prozent der Wähler ihr Stimmrecht nutzten. Vor allem in Rostock zeichnete sich eine sehr geringe Beteiligung ab.Am Sonntag wählten die knapp 1,4 Millionen Wahlberechtigte neben Abgeordneten des Europaparlaments auch die Mitglieder der Gemeinde- und Stadträte sowie der sechs Kreistage. Zudem wurden in vielen kleinen Gemeinden ehrenamtliche Bürgermeister und in Nordwestmecklenburg ein neuer Landrat gesucht. Die Ergebnisse dazu wurden erst weit nach Mitternacht erwartet.Um die 7561 Sitze in den 749 Gemeinde- und Stadtvertretungen hatten sich fast 14 000 Kandidaten beworben. Weitere 2418 Bewerber gab es für die sechs Kreistage und die Räte der kreisfreien Städte Rostock und Schwerin. Dort sind rund 520 Mandate zu vergeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen