Essener Klinikchef: Astrazeneca-Impfstoff "sicherer und besser als Grippe-Impfung"

Als „Arbeitspferd der Impfung “ wertet der Chef der Uniklinik Essen, Jochen Werner, den zuletzt in die Kritik geratenen Impfstoff von AstraZeneca. Mit ihm könne auch in Arztpraxen geimpft werden, er sei günstiger sowie „sicherer und besser als der normale Grippe‐Impfstoff “, sagt Werner bei „19 – die DUB Chefvisite“. Berichte über Reaktionen auf das Serum nach der ersten Impfung nannte der Mediziner normal. Diese seien „sogar gewünscht“. Denn sie zeigten, dass das Immunsystem angeregt werde. Der Einsatz des Impfstoffes vom britisch‐schwedischen Hersteller sei daher „richtig“, Zweifel an der Wirksamkeit unangebracht: Das Präparat sei „absolut in der Lage“, Schutz gegen die in Deutschland hauptsächlich verbreiteten Varianten des Sars‐CoV‐2‐Virus zu bieten, so Werner. Der Klinikchef spricht sich dafür aus, möglichst viele Menschen auf das Coronavirus zu testen: „Jede identifizierte Infizierung ist gut “, so Werner in der Sendung. Das gelte auch für Selbsttests von Laien, die bereits im März zugelassen werden könnten. Diese seien „aussagekräftig – genau für den Moment, nicht für morgen oder übermorgen “ – könnten aber einige Sicherheit bieten. Werner forderte die Einrichtung einer Telefon‐ Hotline für positiv Getestete. So sollten Daten für eventuell überlastete Gesundheitsämter gesammelt werden. Die Betroffenen „dürfen nicht allein gelassen werden“, betonte er. _____________________________________________ Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am Donnerstag, den 18. Februar, als Talk-Gast dabei: Dr. Robert Mayr, Chef des Softwareentwicklers Datev.