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Unglück in der Eifel : Bundeswehr-Tornado abgestürzt

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Ein Kampfflugzeug der Bundeswehr stürzt bei einem Übungsflug in der Eifel ab. Die beiden Piloten retten sich mit dem Schleudersitz. Das Unglück ereignet sich in der Nähe des Fliegerhorstes Büchel, auf dem US-Atomsprengköpfe vermutet werden.

svz.de von
erstellt am 16.Jan.2014 | 23:14 Uhr

Nach dem Absturz eines Bundeswehr-Tornados in der Eifel gibt es bislang keine Hinweise auf einen technischen Defekt.

„Die Maschine war in der normalen Einflugschneise, die wir tagtäglich fliegen“, sagte der Commodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33, Oberst Andreas Korb, am Freitag am Fliegerhorst Büchel. Das Kampfflugzeug war am Donnerstagabend beim Landeanflug auf den Fliegerhorst abgestürzt. Die beiden Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten.

Einer von ihnen landete in einem Baum und zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Den beiden Männern gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte Korb am Freitag. Munition hätten sie bei dem Nachtübungsflug nicht an Bord gehabt.

Der Absturz ereignete sich nur wenige Kilometer von dem Fliegerhorst entfernt, auf dem 27 Tornados stationiert sind. Nach Vermutung von Experten lagern dort noch zehn bis 20 US-Atomsprengköpfe aus Zeiten des Kalten Krieges, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr angeblich Tornado-Kampfflieger bereithält.

Experten der Generalflugsicherheit aus Köln begannen am Freitagmorgen mit der Untersuchung der Unfallstelle. Der Flugschreiber, die sogenannte Blackbox, ist den Angaben zufolge bereits gefunden worden. Der Tornado sei nicht völlig zerborsten, sondern noch weitgehend in einem Stück, sagte ein Luftwaffensprecher.

Rund um den Absturzort in einem unbewohnten Waldstück in der Nähe der Autobahn 48 wurde eine militärische Sperrzone eingerichtet.

Nach dem Unglück war die A 48 zunächst zwischen Laubach und Kaisersesch wegen Trümmerteilen auf der Straße gesperrt worden. Am frühen Freitagmorgen wurde der Verkehr teilweise wieder freigegeben.

Die A 48 zählt laut Polizei zu den weniger stark befahrenen Autobahnen in Deutschland.

Der Pilot musste mit einer Leiter aus den Baumwipfeln geholt werden. In welcher Flughöhe die Soldaten sich aus dem Cockpit hinauskatapultierten, sei noch unbekannt, sagte der Luftwaffensprecher. „Sie sind so getrimmt, dass sie, wenn es Probleme mit dem Flugzeug gibt, in einer Art Reflex den Schleudersitz auslösen.“

Der Tornado ist ein zweisitziges Kampfflugzeug, das in den 1970er Jahren von Großbritannien, Italien und Deutschland entwickelt wurde. Die Bundeswehr setzt die Maschine seit 1981 ein. Der Tornado in seiner Basisversion wird als Jagdbomber genutzt. Diesen Maschinentyp verwendet auch das Taktische Luftwaffengeschwader 33 auf dem Fliegerhorst Büchel, zu dem die abgestürzte Maschine gehört. Die etwa 17 Meter langen Maschinen erreichen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 2400 Kilometern pro Stunde, im Tiefflug sind sie noch bis zu 1500 Stundenkilometer schnell.

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