Wahlparty Linke MV : Zum Jubeln aufgefordert: Linke definiert neue Rolle

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Angeregte Diskussionen bei den Linken

Wie die Linken auf die ersten Zahlen zur Bundestagswahl reagierten

svz.de von
24. September 2017, 21:10 Uhr

Es  bedurfte  erst  der  Aufforderung  der Landesvorsitzenden  Heidrun  Bluhm, bevor  sich   auf der  Wahlparty  der   Linken  in  der Schweriner  „Ritterstube“ die  Stimmung  löste  und Beifall  aufbrandete.  Sie  stehe  hier mit  einem   freudigen Gesicht,  erklärte  Bluhm, die mutmaßlich    zum  vierten Mal  in  den Bundestag  gewählt wurde  – „und ich hoffe, dass ihr  auch  alle  eins  macht. Denn wir haben zugelegt!“ Eine  knappe   Viertelstunde  zuvor, als  die  erste   Prognose  über  die   beiden Großbild-Leinwände  flimmerte,  war  das offenbar    längst  nicht  allen bewusst  geworden. 

Zu  sehr   konzentrierten  sie  sich  auf das   schlechte  Abschneiden  der  bisherigen Koalitionäre  CDU  und  SPD. Und zu  gespannt    wurde auf  das Abschneiden  der  AfD  gewartet – das   mit  einem  kollektiven Aufstöhnen  kommentiert  wurde.  „Ich hatte  erwartet, dass die  AfD  reinkommt,  aber  die   13,5  Prozent  aus der   Hochrechnung  hatte  ich  eher  für  die  Linke  gedacht“,  gestand  Franziska  Sip, die  an einem  der  Stehtische   das  Geschehen  verfolgte.  „Wir  polarisieren nicht  so  wie  die  AfD,  da müssen wir  nachlegen“,  forderte  die junge    Genossin.

Auch Heidrun  Bluhm  betonte, dass   die  Linke  jetzt eine neue  Rolle  hätte: gegen  den Rechtsruck in  Deutschland eine   Alternative  darzustellen. Das  sei  mindestens  so  schwierig  wie  die  Oppositionsführerschaft in  der letzten Legislaturperiode, in  der   die  Regierungskoalition  über   80  Prozent  der Mandate auf sich  vereinte  und die Opposition   es  schwer   hatte,  überhaupt   wahrgenommen  zu  werden.     Aber:  „Fakt ist, dass  CDU und  SPD  es  vergurkt haben“,  so  Bluhm.

Und  dann  zeigte  ihr Optimismus   endlich  Wirkung.   Der Tag  sei   lange nicht  vorbei und  vor  allem die  Stimmen  der   Briefwähler nicht  ausgezählt,  gab sich    André Walther,  Direktkandidat  im  Wahlkreis   12,  kämpferisch.  Und an  den Tischen     wurde   noch lange  über  die  neue  Rolle  der  Linken diskutiert. 

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