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Bundestagswahl : Wissenswertes zum Wahl-O-Mat 2017

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Mit dem Wahl-O-Maten können die Nutzer ermitteln, mit welcher Partei sich die eigene Meinung am ehesten deckt.

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erstellt am 29.Aug.2017 | 06:00 Uhr

Berlin | Der Wahl-O-Mat 2017 zur Bundestagswahl klärt Fragen wie: Welche Partei passt zu mir oder: Wen soll ich wählen? Der Wahl-O-Mat 2017 ermittelt, mit welcher Partei die eigene politische Meinung am ehesten übereinstimmt. Wie funktioniert er und wann startet er? svz.de gibt Antworten.

Wann startet der Wahl-O-Mat für die Bundestagswahl 2017?
Der Termin für die Bundestagswahl 2017 ist der 24. September 2017. Der Wahl-O-Mat startet am 30. August 2017 um die Mittagszeit. Sobald er freigeschaltet ist, können Sie ihn in diesem Artikel nutzen.

Wie funktioniert der Wahl-O-Mat?
Laut der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wurde der Wahl-O-Mat vor Wahlen bereits 48 Millionen mal genutzt. Die grundlegende Funktion ist schnell erklärt: Der Wahl-O-Mat ist ein Frage-und-Antwort-Tool, das ermittelt, welche Partei der eigenen politischen Meinung am nächsten steht. Dazu wird der Nutzer nacheinander mit 38 Thesen zu aktuellen Wahlkampfthemen der Bundestagswahl 2017 konfrontiert. Abstimmen können die Nutzer jeweils mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“.

Thesen doppelt bewerten lassen
Im Anschluss kann der Nutzer zusätzlich auswählen, welche Themen der Bundestagswahl ihm besonders wichtig sind und diese mit einem Stern markieren. Diese werden bei der Auswertung durch den Wahl-O-Maten 2017  zur Bundestagswahl doppelt gewertet. Außerdem kann der Nutzer bestimmen, mit welchen zur Bundestagswahl 2017 zugelassenen Parteien der Wahl-O-Mat das Ergebnis vergleichen soll. Er ermittelt, mit welcher der ausgewählten Parteien sich die Meinung des Nutzers am ehesten deckt. Das Ergebnis wird per Prozentzahl angezeigt.

Wahl-O-Mat 2017: Welche Partei soll ich wählen bei der Bundestagswahl 2017?
Das Ergebnis des Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017 bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Nutzer diese Partei auch wählen sollte. Um dies genauer zu klären, können die Parteien zu jeder These, die im Wahl-O-Mat 2017 aufgeführt wird, eine Stellungnahme abgeben und die eigene Position erläutern. Weiterführende Informationen zu jedem Thema erhalten die Nutzer zusätzlich auf der Internetseite der bpb. Jede Frage ist mit einem entsprechenden Link versehen. So kann der Nutzer des Wahl-O-Mat herausfinden, welche Partei am besten zu ihm passt.

Fakten zum Wahl-O-Maten 2017
Nach Abschluss der Befragung erhalten zufällig ausgewählte Nutzer die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Umfrage, um den Wahl-O-Maten zu optimieren. Ausgewertete Umfragen aus vergangenen Wahlen ergaben folgende Statistik:

  • 55 bis 75 Prozent der Wahl-O-Mat-Nutzer sind Männer, Frauen nutzen ihn nur in 25 bis 45 Prozent der Fälle.
  • Ein Drittel der Nutzer ist unter 30 Jahren alt.
  • Ein Viertel der Nutzer ist 50 Jahre oder älter.
  • 10 bis 20 Prozent der Nutzer gibt an, nicht politisch interessiert zu sein.
  • Drei Viertel aller Wahl-O-Mat-Nutzer besitzen einen Universitäts-/Hochschulabschluss, Abitur oder die Fachhochschulreife.
  • Zwischen fünf und 15 Prozent der Nutzer sind Mitglied einer politischen Partei.
  • 85 Prozent haben schon vor der Nutzung des Wahl-O-Maten eine klare politische Meinung. Viele wollen mit dem Tool die eigene Meinung überprüfen.
  • 60 bis 75 Prozent können mithilfe des Wahl-O-Maten die Unterschiede zwischen den Parteien klarer erkennen.
  • Vier bis sechs Prozent der Nutzer gehen anschließend zur Wahl, obwohl es vorher nicht geplant war.
  • Das Ergebnis des Wahl-O-Maten deckt sich in 90 Prozent der Fälle mit der politischen Meinung der Nutzer.

Bundestagswahl 2017: Geschichte des Wahl-O-Maten
Ursprünglich kommt der Wahl-O-Mat aus den Niederlanden. Der „StemWijzer“ von „ProDemos - Huis voor democratie en rechtsstaat“ erschien zuerst als Papierversion bereits 1989. Seit 1998 ist er auch online verfügbar und Teil jeder Wahl in den Niederlanden. Vom „StemWijzer“ hat die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb zur Bundestagswahl 2002 die Lizenz erworben, das Tool auch bei deutschen Wahlen einzusetzen. Erstmals wurde der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2002 eingesetzt. 27 Thesen konnten von den Usern beantwortet werden. Im Wahl-O-Mat waren nur die Parteien vertreten, die bereits im Parlament vertreten waren oder in aktuellen Wahlumfragen mehr als drei Prozent der Befragten von sich überzeugen konnten. Schon bei der Premiere wurde 3,6 Millionen Mal genutzt.

Ein Jahr danach wurde der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Bayern im September 2003 erstmals auch auf Landesebene eingesetzt. Dem folgten Versionen zu den Wahlen zum Europäischen Parlament, im Saarland und in Sachsen (2004), zu den Wahlen in Schleswig-Holstein, Nordhrein-Westfalen und dem Bundestag (2005), in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Berlin (2006), in Bremen (2007) sowie in Niedersachsen und Hamburg (2008).

Bundestagswahl 2017: Wirkung des Wahl-O-Maten
Eine zufällige Auswahl der Nutzer erhält nach dem Abschluss des Wahl-O-Mat die Möglichkeit, sich an einer Umfrage zu beteiligen. Die Umfrage wird von der Wahl-O-Mat-Forschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unter Prof. Dr. Stefan Marschall erstellt und ausgewertet. Die Organisatoren des Wahl-O-Mat 2017 haben auf ihrer Homepage folgende Erkenntnisse über die Nutzer veröffentlich:

Forschung zum Wahl-O-Maten

  • 85 Prozent der Nutzer besitzen schon vor der Nutzung eine klare Position für ihre Wahlentscheidung.
  • Die Hälfte der Nutzer möchte anhand der ausgewählten Themen den eigenen Standpunkt in Bezug auf die Wahl überprüfen.
  • Zwischen einem und zwei von zehn Nutzern sucht demnach eine Orientierung für die eigene Wahlentscheidung zur Wahl.
  • Etwa jeder Zehnte möchte mehr über die Positionen der Parteien, die bei der Wahl antreten, erfahren.
  • Weitere häufige Gründe, den Wahl-O-Maten zu nutzen, sind Neugierde, das Interesse an den Themen der Wahl oder die Suche nach einer Überraschung.

Bundestagswahl 2017: Wirkung und Ergebnis des Wahl-O-Mat

  • 85 bis 90 Prozent der Nutzer macht der Wahl-O-Mat Spaß.
  • 60 bis 75 Prozent der Nutzer erkennen durch das Tool klarer die Unterschiede zwischen den Parteien.
  • Durch einen Wahl-O-Mat zu einer Landtagswahl werden drei Viertel der Nutzer auf die landespolitischen Themen aufmerksam.
  • Zwischen sechs und sieben von zehn Nutzern wollen mit Freunden, Kollegen oder der Familie über das eigene Ergebnis sprechen.
  • Die Hälfte der Nutzer wird durch den Wahl-O-Maten motiviert, sich weiter politisch zu informieren.
  • Vier bis sechs Prozent der Nutzer werden motiviert zur Wahl zu gehen, obwohl sie das ursprünglich nicht geplant hatten.
  • Der Wahl-O-Mat ist treffgenau: Über 90 Prozent der Nutzer mit einer klaren politischen Positionierung finden sich genau oder in etwa bei ihrer präferierten Partei wieder.
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