Wahlparty CDU MV : „Demut vor dem Ergebnis“

<p>Nachdenklich verfolgt Direktkandidat Diedrich Monstadt (2.v.l) bei der CDU-Wahlparty die Worte seines Landesvorsitzenden Vincent Kokert  (CDU) auf dem Bildschirm.  </p>
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Nachdenklich verfolgt Direktkandidat Diedrich Monstadt (2.v.l) bei der CDU-Wahlparty die Worte seines Landesvorsitzenden Vincent Kokert  (CDU) auf dem Bildschirm. 

Verwunderung und erste Spekulationen bei der CDU-Wahlparty.

svz.de von
24. September 2017, 21:10 Uhr

Gemischte Gefühle bei der CDU-Wahlparty im Schweriner Achteck. Als 18 Uhr die ersten Prognosen über die beiden großen Bildschirme flimmerten, blieb der Jubel aus. „Wenn es bei den 32 Prozent bleibt, bin ich enttäuscht, ganz klar“, machte sich  Thomas Lenz, Landesvize der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft   und Innenstaatssekretär, in einer ersten Reaktion Luft. Mit 35 Prozent hatte er gerechnet. Aber immerhin: „Wir sind weiter die stärkste politische  Kraft in Deutschland  und stellen die Kanzlerin“, meinte der CDU-Politiker.

Erst nach und nach kamen die Anhänger der Union ins Achteck und gegen 19 Uhr saßen  knapp 150 Gäste in munteren Diskussionsrunden  zusammen.  Der Raum war etwa bis zur Hälfte gefüllt.

Der Generalsekretär der Landes-CDU, Wolfgang Waldmüller, versucht eine erste Analyse: „Die FDP hat sich viele Stimmen , die sie 2013 an die  CDU verloren hatte, zurückgeholt, das  hat der Union Prozente gekostet.“  Auch an die AfD habe die  Union Wähler abgeben müssen. „Deren Vertrauen wieder zu gewinnen, wird unsere Aufgaben in den nächsten vier Jahren  sein“, so der CDU-General.  Dem Abschneiden seiner Partei kann er auch etwas Positives abgewinnen. „Bei aller Demut vor dem Ergebnis, wir haben einen Regierungsauftrag bekommen, jeder dritte Wähler vertraut der Kanzlerin.“

 Das Abschneiden der AfD mit mehr als 13 Prozent stimme sie traurig, sagte die CDU-Landtagsabgeordnete Maika Friemann-Jennert. Bei ihren Gesprächen im  Wahlkampf habe sie festgestellt, dass die Anhänger der AfD oft gar nicht wüssten, wofür die rechtspopulistische Partei  steht.  „Es geht nur um Protest und das ist zu wenig“, sagte sie.

Auch Diedrich Monstadt, CDU-Direktkandidat  in Schwerin und Westmecklenburg, zeigte sich enttäuscht. „Nach den vielen positiven Gesprächen im Straßenwahlkampf bin ich von mindestens 35 Prozent ausgegangen“, sagte er. Eine Regierungsbildung der CDU mit FDP und Grünen hält er für schwierig.

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