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Potsdam Wieder ein Augenschmaus

Von ddp | 09.09.2009, 01:57 Uhr

Die Sanierung des so genannten Stibadiums im Schlosspark Sanssouci ist nach mehr als einem Jahr abgeschlossen.

Bei dem Atrium mit Paradiesgarten handele es sich um eine "einzigartige preußische Architektur", sagte Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), gestern in Potsdam. Das Bauwerk, das 1846 unter Friedrich Wilhelm IV. errichtet wurde, sei noch heute ein "Ort des Genusses und des Überflusses". Das rekonstruierte Stibadium werde offiziell an diesem Sonntag zum Tag des offenen Denkmals eingeweiht.

Während der Restaurierung und Sanierung des Stibadiums wurden unter anderem alle Dächer neu gedeckt, Wände repariert sowie Fußbodenmosaike, Terrakottasäulen und Brunnenbecken erneuert. Zudem wurden Kopien der ursprünglich 40 farbigen Glasvasen angefertigt und aufgestellt. Diese dienten der Verzierung des Frieses am oberen Mauerrand. "Für diese Form der Bekrönung gibt es keinen vergleichbaren Fall, die Vasen machen den besonderen Reiz des Stibadiums aus", betonte Hartmut Dorgerloh.

Das Stibadium, das aus dem Lateinischen übersetzt "halbrundes Speisesofa" bedeutet, diente den königlichen Bewohnern von Sanssouci bis ins 20. Jahrhundert als sommerlicher Aufenthaltsort. Es wurde nach Entwürfen des preußischen Architekten Ludwig Persius errichtet. Die SPSG hatte im Juni 2008 nach einer Spende der Hasso-Plattner-Förderstiftung in Höhe von 265 000 Euro über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit der Sanierung des Stibadiums begonnen. Die Kosten des Projekts betrugen den Angaben zufolge 830 000 Euro zuzüglich 33 000 Euro für die Arbeiten im umliegenden Garten.