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Potsdam/Frankfurt Wetter: Immer wieder Unfälle auf Autobahnen - Salz wird knapp

Von Oder | 29.12.2010, 01:57 Uhr

Nach starken Schneefällen am Montag und in der Nacht zu gestern haben sich auf den Brandenburger Straßen wieder etliche Unfälle ereignet.

Besonders auf den Autobahnen rund um Berlin gab es nach Unfällen erhebliche Verkehrsbehinderungen. Die Lage sei aber aufgrund der Weihnachtsferien insgesamt ruhig, sagten Sprecher der Polizeipräsidien. Beim Landesbetrieb Straßenwesen liefen die Räumarbeiten wieder auf Hochtouren. Allerdings geht den Autobahn- und Straßenmeistereien das Streusalz aus. Der Lieferant komme nicht hinterher, sagte Vorstandschef Hans-Reinhard Reuter.

Unfallschwerpunkt gestern waren die Autobahnen. Auf der A 2 zwischen Brandenburg/Havel und Netzen verunglückte nach Angaben eines Polizeisprechers ein Schwerlasttransport mit einem Riesenrad. Der Fahrer war gegen 2.30 Uhr in Richtung Berlin unterwegs. Als er sein Gespann abbremsen wollte, brach der Auflieger aus, stellte sich quer und riss von der Zugmaschine ab. Der Auflieger kippte um. Das Riesenrad lag schließlich quer über alle Fahrbahnen. Es wurde per Kran geborgen. Die A 2 war in Richtung Berlin voll gesperrt. Auf der A 24 krachte es zwischen Walsleben und Herzsprung. Dort war die Fahrbahn in Richtung Hamburg am Vormittag noch wegen Bergungsarbeiten gesperrt.

Der Brandenburger Winterdienst war erneut mit rund 300 Leuten je Schicht im Einsatz. Aufgrund der knappen Salzreserven wird aber auf den Autobahnen überwiegend nur noch ein Fahrstreifen geräumt und mit Salz gestreut. Reuter sagte, am Montag sei den Autobahnmeistereien nur ein Zehntel der versprochenen Menge Salz aus Sachsen-Anhalt geliefert worden. Zu schaffen mache den Winterdienstlern auch das geringere Verkehrsaufkommen. Wo wenig Autos unterwegs seien, werde das Salz nicht richtig mit dem Schnee vermischt und wirke nicht richtig.