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Lebenssaft fließt noch kontinuierlich Stabile Zahl von Blutspenden

Von Oliver von Riegen | 22.01.2019, 05:00 Uhr

Vorjahreshitze hatten keinen großen Einfluss auf Verhalten der Spender

Trotz des Hitzesommers sind die Blutspenden in Berlin und Brandenburg nach Angaben des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost nicht eingebrochen. 2018 zählte die gemeinnützige GmbH rund 140 000 Blutspenden für beide Länder. „Tendenziell ist die Spendebereitschaft konstant gegenüber den zurückliegenden Jahren“, sagte Sprecherin Kerstin Schweiger.

Die hohen Temperaturen hatten sich aber zeitweise in Berlin und Brandenburg spürbar ausgewirkt. Tageweise habe der Sommer zu „drastischem Spendenrückgang geführt“, so die Sprecherin. Der Blutspendedienst sprach Bürger gezielt an, trotz Sommerferien und hoher Temperaturen Blut zur Verfügung zu stellen. „Dank vieler Menschen, die sich der Versorgungsnotwendigkeit der Patienten bewusst gezeigt haben und - teils auch zum ersten Mal - in dieser Situation eine Blutspende für die regionale Patientenversorgung geleistet haben, ist es nicht zu dramatischen Versorgungsengpässen gekommen“, betonte Schweiger.

Der Blutspendedienst fürchtet, dass Spender rarer werden. Bundesweit scheiden jährlich rund 100 000 Spender aus Altersgründen aus. Daher müssten weitere Bürger für die Blutspende gewonnen werden.

In Berlin und Brandenburg sind pro Werktag rund 650 Blutspenden nötig, um den Bedarf der Kliniken zu decken. Mit etwa 3500 Aktionen pro Jahr in Berlin und Brandenburg sorgt der Dienst nach eigenen Angaben dafür, dass etwa drei Viertel des Blutpräparateaufkommens vorhanden sind, die in beiden Ländern gebraucht werden.