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Nach DienstwagenAFFÄRE Politiker erneut im Zwielicht

Von Redaktion svz.de | 02.07.2014, 23:24 Uhr

SPD-Landtagsabgeordneter im Visier der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den SPD-Landtagsabgeordneten Holger Rupprecht. Er könnte sich in seiner Funktion als Präsident des Handball-Drittligisten VfL Potsdam wegen der Veruntreuung von Arbeitsentgelten strafbar gemacht haben. Der Verein soll sich in seiner Zweitliga-Zeit wirtschaftlich übernommen haben. Im vergangenen Jahr ging er in die Insolvenz.

Rupprecht war im Januar 2011 nach einer Dienstwagen-Affäre von seinem Amt als Bildungsminister zurückgetreten. Er hatte bei einem Österreich-Urlaub einen Wagen mit Allradantrieb getestet. Der Fall hatte juristische Konsequenzen und kostete Rupprecht neben seinem Amt eine Geldbuße. Nun hat der SPD-Politiker neuen Ärger mit der Justiz.

„Die Ermittlungen gegen den Vorstand des VfL Potsdam stehen in Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren und sind von der Staatsanwaltschaft von Amts wegen aufgenommen worden“, teilte Rupprecht mit. „Da ich selbst noch nicht mit der Staatsanwaltschaft gesprochen habe, kann ich zu Einzelheiten nichts sagen.“ Der 61-Jährige will nach über 18 Jahren seinen Posten als Vereinsvorsitzender aufgeben.