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Großbrand in Jüterbog Keine Entwarnung: Überall sind Glutnester

Von Silke Nauschütz | 07.06.2019, 19:00 Uhr

Feuerwehrleute kämpfen immer noch rund um die Uhr beim Großbrand in Jüterbog.

Dutzende Feuerwehrleute kämpfen seit Tagen gegen den Großbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog. Sie hatten gehofft, der Regen am Donnerstag würde das Feuer eindämmen. Die kleineren Niederschläge vor Ort brachten jedoch nur eine Atempause. Das Feuer hat sich nach Angaben der Feuerwehr zwar nicht weiter ausgebreitet, es bestehe aber weiterhin die Großschadenslage, wie die Landrätin des Landkreises Teltow-Fläming, Kornelia Wehlan (Linke) am Freitag sagte. „Überall sind Glutnester, es gibt keine Entwarnung“. Der Waldbrand ist einer der größten in Brandenburg seit Jahrzehnten. Es brennt auf einer Fläche von rund 800 Hektar.

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Aktuell werde mit allen Beteiligten die Situation analysiert, sagte Wehlan, am Nachmittag. 130 Feuerwehrleute seien mit 32 Fahrzeugen im Einsatz. Sie kümmerten sich um die Glutnester und machten Kontrollfahrten. Hilfe bekommen die Einsatzkräfte unter anderem von der Brandschutzeinheit Barnim. Die Bundespolizei unterstützte die Löscharbeiten am Freitag mit drei Hubschraubern, die Wasser über dem Waldstück abwarfen. „Bilanz vom Donnerstag: 148 148 Abwürfe = 180 000 Liter Löschwasser“ hieß es bei Twitter. Die Bundeswehr war mit einem Bergepanzer vor Ort.

In den vergangenen Tagen hatten Feuerwehren aus zahlreichen Landkreisen Brandenburgs die Einsatzkräfte unterstützt, darunter aus der Prignitz, Oberhavel, Märkisch-Oderland und Cottbus. „Wir sind noch nicht am Ende der Hitzeperiode. Keiner kann in die Glaskugel schauen“, sagte Wehlan mit Blick auf das Pfingstwochenende. „Wir haben gemeinsam mit den Feuerwehren der verschiedenen Landkreise bis Mittwoch den Dienst durchgeplant.“

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Im Laufe des Freitags wurde nach ihren Angaben – insbesondere durch mehr Sonneneinstrahlung - wieder mit stärkerer Rauchentwicklung gerechnet. Anwohner sollten sich entsprechend darauf einstellen. Erneuter Regen ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes nicht in Sicht.

Der ehemalige Truppenübungsplatz bei Jüterbog wurde von 1864 bis 1992 militärisch genutzt. Dort lagert nach Angaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes noch heute Munition aller Art, darunter sollen nach Angaben der Stadt Jüterbog U-Boot Munition und Torpedos sein. Blindgänger blieben einfach liegen, alte Kampfmittel bildeten mittlerweile eine dicke Schicht im Erdboden. In den vergangenen Jahrzehnten verrotteten sie und wurden damit unberechenbar.