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Brandenburger Politiker Gute Vorsätze und einige Wünsche

Von Rochus Görgen | 31.12.2017, 05:00 Uhr

Was Brandenburgs Politiker sich für das neue Jahr vorgenommen haben

Wieder mal mit guten Vorsätzen in das neue Jahr? Oder lieber nicht zu viel vornehmen? Wie halten es Brandenburgs Spitzenpolitiker?

„Manch Brandenburger sagt: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“, lästert Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Doch davon lassen sich viele Politiker im Land nicht abhalten – und planen kräftig Verbesserungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Selbst Woidke räumt trotz Galgenhumor ein, gute Votsätze zu haben: „Dennoch kann es ja nicht falsch sein, etwas mehr für die Familien da zu sein und für die Gesundheit etwas zu tun, dazu gehört auch Stressabbau, und Vorbild zu sein für einen respektvollen Umgang miteinander – im Privaten wie in der Politik.“

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Mehr Sport – das ist der rote Faden, der sich durch die Antworten der Spitzenpolitiker zieht. Mit ganz vorne: Kulturministerin Martina Münch (SPD). „Ich will wieder den einen oder anderen Marathon durchstehen – dafür muss ich aber regelmäßig trainieren“, sagt Münch.

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„Mit der Beratung zu gleich drei Haushaltsjahren wird 2018 ein besonders arbeitsintensives Arbeitsjahr werden. Daher gehört es zu meinen guten Vorsätzen, dass ich neben der Arbeit auch noch Zeit für den Sport finde“, berichtet Finanzminister Christian Görke (Linke). Und Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) antwortet knapp: „Mehr Bewegung!“

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Auch SPD-Fraktionschef Mike Bischoff setzt auf Sport: „Neben Radtouren durch den Nationalpark Unteres Odertal in Schwedt das Auto öfter stehen zu lassen und mehr in die Pedale zu treten.“

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„Mehr Bewegung an frischer Luft - nach erfolgreicher Augen-OP kann ich jetzt wieder sicher Radfahren“, sagt Justizminister Stefan Ludwig (Linke).

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AfD-Fraktionschef André Kalbitz verzichtet dagegen auf gute Vorsätze: „Die besten Vorsätze werden das ganze Jahr über gelebt; daran möchte ich mich messen lassen.“ Auch CDU-Fraktions- und Parteichef Ingo Senftleben meint: „Ich finde, gute Vorsätze sollte man das ganze Jahr über haben. Ich brauche Silvester nicht als Anlass dafür.“

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Gute Vorsätze für sich selbst - aber auch Wünsche an Parteikollegen? „Ich würde mich freuen, wenn der Ministerpräsident mal ein Gastspiel der neu gestarteten Landesbühnen mit mir besucht - damit er sieht, was für attraktive und anspruchsvolle Kulturangebote es mittlerweile auch fernab der großen Kulturzentren zu entdecken gibt“, antwortet Kulturministerin Münch. Woidke meint pauschal: „Ich wünsche allen Gesundheit, Kraft und gute Laune.“

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Grünen-Fraktionschefin Ursula Nonnemacher meint: „Meiner Parteifreundin Annalena Baerbock wünsche ich viel Erfolg bei ihrer Kandidatur zur Bundesvorsitzenden. Möge es ihr gelingen, das Flügeldenken hintanzustellen.“

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Manch einen speziellen Genesungswunsch, etwa von Vize-Regierungschef Görke, erhielt Sozialministerin Diana Golze, die 2017 einen schweren Unfall erlitt. Linken-Fraktionsche Ralf Christoffers meint dazu: „Bei Diana Golze mögen alle Folgen ihres Unfalls so schnell und so gut wie nur möglich verheilen!“