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Lieberoser Heide Entspannung bei Großbränden

Von Silke Nauschütz | 29.06.2019, 05:00 Uhr

Feuerwehrkameraden können in der Lieberoser Heide und im Landkreis Oder-Spree erst einmal aufatmen.

Die Lage bei den zwei Großbränden in Brandenburg hat sich am Freitag entspannt. Der Brand zwischen Wiesenau und Ziltendorf ist nach Angaben des Landkreises Oder-Spree weitestgehend gelöscht. „Alle sind erleichtert, jetzt geht es um die Nachsorge“, sagte Landrat Rolf Lindemann (SPD).

Etwa 50 bis 60 Feuerwehrleute seien zur Brandwache vor Ort. Es gebe noch vereinzelte Glutnester auf einer Fläche von etwa zwei Hektar. Diese sollten weiter gesichert werden. Die Fläche ist mit Munition belastet, was die Löscharbeiten erschwerte.

Große Hilfsbereitschaft

Erfreut zeigte sich Lindemann über die „große Hilfsbereitschaft“ der Anwohner aus Wiesenau und Ziltendorf. „Sie haben den Einsatzkräften ohne Aufforderung Wasser und Essen vorbeigebracht, toll“. Zuvor hatte es in dem Gebiet nahe der Oder auf rund 120 Hektar gebrannt. Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte vor Ort. Auch ein Löschhubschrauber der Bundespolizei hatte die Feuerwehrleute unterstützt.

In der Lieberoser Heide ist die Lage weiter unter Kontrolle, wie eine Sprecherin des Landkreises Dahme-Spreewald bestätigte. Nach wie vor brenne es auf einer Fläche von 100 Hektar. Insgesamt seien 245 Einsatzkräfte mit 54 Fahrzeugen vor Ort. Auch zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei seien im Einsatz. „Unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin darauf, den Brand innerhalb der jetzigen Außenlinien zu halten“, sagte Kreisbrandmeister Christian Liebe. Wie auch an der Oder ist das Gebiet in der Heide mit Kampfmitteln belastet.

Waldbrandgefahr nimmt zu

Die Waldbrandgefahr wird nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zum Wochenende wieder zunehmen. Morgen wird den Prognosen zufolge überall in Brandenburg die höchste Gefahrenstufe erreicht. Der DWD sagte für morgen 39 Grad voraus.

Die Stadt Potsdam hat ab Samstag das Grillen und offenes Feuer auf öffentlichen Flächen in der Landeshauptstadt verboten. Eine entsprechende Verfügung wurde am Freitag erlassen. Das Grill- und Feuerverbot soll bis einschließlich 31. August gelten. Bei Verstößen kann ein Zwangsgeld von 10 Euro bis 50 000 Euro verhängt werden.