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Lenzen Burg Lenzen: Nach zehn Jahren Sanierung zum Kleinod und den Park fest im Blick

Von hata | 05.02.2010, 01:57 Uhr

Spätestens seit vor einigen Wochen der Burgvorplatz mit seiner markanten Figurengruppe eingeweiht wurde, nähert sich das gesamte Ensemble seiner Vollendung.

Fast ein Jahrzehnt reger Bautätigkeit ist verstrichen, ein Kleinod entstanden. Vorbei an dem restaurierten Pförtnerhaus betreten Besucher den Burgplatz, genießen von hier den unverbauten Blick hinüber zur Stadt.

Einst versperrte eine Baracke die Sicht, raubte dem Platz die Atmosphäre. Längst ist sie abgerissen, haben Restaurant und Hotel sowie das Gästehaus am Fuße der Burg ihren Betrieb aufgenommen. Der Eigentümer BUND Niedersachsen will sich dennoch nicht zurücklehnen, plant weitere Sanierungsschritte, wie Projektleiter Tim Schwarzenberger verrät.

Im früheren Pförtnerhaus fehle noch der Innenausbau. Büroräume und eine öffentliche, barrierefreie Toilette sind geplant, sollen in den kommenden Monaten eingerichtet werden. "Hier wird dann auch der zentrale Besucherempfang sein. Souveniershop und Ticketverkauf ziehen vom Museum hierher", sagt Schwarzenberger. Dadurch werde im Erdgeschoss des Burgmuseums etwas Platz gewonnen.

Erste Ideen für eine mögliche Gestaltung gebe es bereits. So seien Sonder- und Wechselausstellungen geplant, unter anderem zum Grünen Band - eine Landschaft, die sich an der früheren innerdeutschen Grenze erstreckt und mehrere Bundesländer umfasst. "Wir wissen aber auch, dass das Interesse an der Grenzgeschichte wächst", sagt Schwarzenberger. Zunehmend würden Besucher dazu Exponate und Informationen erwarten - ein Thema, was man bisher unterschätzt habe.

Ein weiterer noch gar nicht begonnener Sanierungsschritt umfasse den Burgpark. Schwarzenberger und seine Stellvertreterin Susanne Gerstner sprechen von einem "dringenden Handlungsbedarf". Insbesondere für Tagungsteilnehmer und Übernachtungsgäste müsse der Park attraktiver werden.

Pflegearbeiten im Grünbereich allein reichen nicht aus. "Wir planen ergänzende Ausstellungsflächen in der weitläufigen Anlage, Probier- und Teststationen ähnlich wie im Museum oder auch einen Bohlensteg, der ins Wasser hinein führt", nennt Tim Schwarzenberger erste Ideen. Anderes sei noch nicht spruchreif. "Aber wir müssen den Park als Aue im Kleinen sehen. Mit der Flut, der Löcknitz und den Feuchtwiesen haben wir ein bisher nahezu ungenutztes Biotop direkt vor unserer Tür", ergänzt Susanne Gerstner.