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Brandenburg Bisher 266 Borreliosefälle

Von Redaktion svz.de | 20.06.2019, 11:51 Uhr

Zecken sind in Brandenburg weiter aktiv.

In Brandenburg wurden bis Mitte Juni 266 Fälle von Borreliose gemeldet. Das teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2018 war die Zahl mit 414 gemeldeten Fällen wesentlich höher. Insgesamt zählten das Ministerium und das Robert Koch-Institut im Vorjahr 1556 Borreliose-Fälle im Land. Zum Vergleich: 2017 waren es 1741 Fälle.

Besonders aktiv waren die Zecken im Vorjahr in den Landkreisen Barnim (183) und Potsdam-Mittelmark (176). Die wenigsten Fälle wurden aus dem Landkreis Elbe-Elster (17), aus Cottbus (19) und Frankfurt (Oder) (37) gemeldet.

Bei der Krankheit gelangen durch Zeckenstiche Bakterien – Borrelien genannt – in den Körper. Das kann zu Infektionen führen. Das Risiko dafür ist stark von den Witterungsbedingungen abhängig. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts werden die Tiere ab Temperaturen um die acht Grad aktiv. Man sollte daher ganzjährig aufpassen und sich nach einem Spaziergang im Wald gründlich nach Zecken absuchen.

Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist laut Friedrich-Löffler-Institut die am weitesten verbreitete Zecke in Deutschland. In den letzten Jahren tauchte häufiger die Zeckenart Dermacentor auf, die mit bis zu vier Millimeter Länge etwas größer sei als der Holzbock.