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Frankfurt Autodiebstähle sind Problem an der Ostgrenze

Von Oder | 20.02.2010, 01:57 Uhr

Im Brandenburger Grenzgebiet zu Polen geht die Kriminalität zurück.

In den drei Bundespolizeiinspektionen Angermünde (Uckermark), Frankfurt (Oder) und Forst (Spree-Neiße) wurden im vergangenen Jahr 7148 Straftaten registriert. Das seien 21,8 Prozent weniger als im Jahr 2008, sagte der zuständige Präsident der Bundespolizeidirektion Berlin, Klaus Kandt, gestern in der Oderstadt. Brennpunkte seien die drei Bundesautobahnen von Berlin zur Grenze und dort insbesondere der mittlere Abschnitt in Frankfurt (Oder).

Allerdings gibt es starke Unterschiede. Die Zahl geklauter Autos, aber auch von Einbrüchen in Garagen und Lauben steigt, zwar nicht flächendeckend, aber auffallend in Städten mit Grenzübergang. Und die Ermittler hinken dieser Entwicklung quasi hinterher - wie sinkende Aufklärungsquoten belegen. Mit insgesamt 2953 Autodiebstählen ist die Zahl im vergangenen Jahr gegenüber 2008 laut der neuesten Polizeistatistik zwar leicht rückläufig, in unmittelbaren Grenzstädten bleibt sie jedoch auf hohem Niveau oder steigt. 85 Fahrzeuge verschwanden im vergangenen Jahr in Schwedt, ein Jahr zuvor waren es nur 51. Ähnlich sieht es in Guben und Forst aus. Hochburg des Kfz-Diebstahls ist und bleibt jedoch Frankfurt mit 209 geklauten Autos im vergangenen Jahr, eines mehr als 2008.

Schwerpunkt der illegalen Transaktionen ist nach Erkenntnissen die Autobahn 12 als kürzeste Transitstrecke zwischen Ost und West. Die zentrale Ermittlungsgruppe "Touareg" sei deshalb umstrukturiert und in drei neue, regionale Teams aufgegliedert worden. Gemeinsam mit der Bundespolizei werden neben gemeinsamen Fahndungsgruppen laut Feuring auch sogenannte Komplexkontrollen vor allem auf den Autobahnen gen Polen organisiert. "In Kürze" soll der Grenzübergang Guben videoüberwacht werden, gleiches ist für die Frankfurter "Stadtbrücke" angestrebt.