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Ausgezeichnet : „Attentat in Ankara“ ist Weltpressefoto des Jahres

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Mehr als 5000 Fotografen aus 125 Ländern hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis für das beste Pressefoto des Jahres wurde zum 60. Mal verliehen. Hier die weiteren Preisträger.

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erstellt am 13.Feb.2017 | 12:33 Uhr

Das Weltpressefoto des Jahres 2017 zeigt das Attentat auf den russischen Botschafter in Ankara im Dezember 2016. Dafür wird der türkische Fotograf Burhan Ozbilici von der Nachrichtenagentur AP mit dem renommierten Preis ausgezeichnet, teilte die Stiftung World Press Photo am Montag in Amsterdam mit. Die Jury würdigte das Foto als ein „explosives Bild, das den Hass in unserer Zeit ausdrückt.“

Der Fotograf Ozbilici war am 19. Dezember bei der Eröffnung einer Kunstausstellung in Ankara, als ein junger türkischer Polizist plötzlich eine Waffe zog und den russischen Botschafter Andrej Karlow  erschoss. Der Attentäter hatte mehrfach „Vergesst Syrien nicht“ gerufen. Er war anschließend von Sicherheitsbeamten getötet worden.

Die Jury hatte das Siegerfoto aus über 80 000 Einsendungen ausgewählt. Insgesamt wurden 45 Fotografen in acht Kategorien ausgezeichnet, darunter drei Deutsche. Mehr als 5000 Fotografen aus 125 Ländern hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis für das beste Pressefoto des Jahres wurde zum 60. Mal verliehen.

Die ausgezeichneten Fotos werden in einer Ausstellung gezeigt, die in zunächst am 14. April in Amsterdam und anschließend 45 Ländern zu sehen ist.

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"Standing Rock" heißt dieses Foto von Amber Bracken, das den ersten Preis im World Press Photo Wettbewerb in der Kategorie "Contemporary Issues, Stories" gewonnen hat: Es zeigt wie Polizisten in Morton County, USA, mit Gummigeschossen, Pfefferspray und Tasern gegen Demonstranten auf der Zugangsstraße zum Lager von Arbeitern der Dakota Access Pipeline (DAPL) vorgehen. Seit fast zehn Monaten campieren Mitglieder und Unterstützer des Stamms der Standing Rock Sioux, um gegen den Bau der Dakota Access Pipeline zu protestieren, die durch ihr Territorium führen soll und ihre Wasserversorgung bedroht. Foto: Amber Bracken/World Press Photo/AP/dpa

"Offensive On Mosul" heeßt dieses Foto von Laurent Van der Stockt, Getty Reportage for Le Monde/World Press, das den ersten Preis in der Kategorie "General News, Singles" beim World Press Photo Wettbewerb gewonnen hat. Es zeigt wie irakische Spezialeinheiten der Golden Division im November 2016 in Gogjali, einem östlichen Bezirk von Mossul, Irak, Häuser nach Kämpfern des Islamischen Staates IS  durchsuchen. Foto: Laurent Van Der Stockt/World Press Photo/AP/dpa

Das am 13.02.2017 zur Verfügung gestellte Handout mit dem Titel "Medics Assist A Wounded Girl" des Fotografen Abd Doumany von der Nachrichtenagentur AFP ist mit dem zweiten Preis in der Kategorie Spot News, Einzelbild, beim World Press Photo Wettbewerb ausgezeichnet. Es zeigt ein verwundetes syrisches Mädchen, das neben einem anderen verletzten Kind am 12.09.2016 in einem Behelfskrankenhaus in Douma (Syrien) weint. Sie wurde nach Berichten durch Luftangriffe der Regierung im Osten von Damaskus (Syrien) verletzt. Foto: Abd Doumany/World Press Photo/dpa

Das am 13.02.2017 von  von World Press Photo herausgegebene Foto mit dem Titel "Standing Rock" des Fotografen Amber Bracken zeigt einen Mann, der mit Magnesiummilch behandelt wird, nachdem er am 21.11.2016 bei einer Blockade des Highway 1806 in Cannon Ball, North Dakota, USA von der Polizei mit Pfefferspray angegriffen worden ist. Dieses Foto gewann den ersten Preis in der Kategorie "Contemporary Issues, Stories" des  Weltpressefoto-Wettbewerbs 2017, wie die Stiftung World Press Photo am 13.02.2017 in Amsterdam mitgeteilt hat. Das Foto entstand, als Weiße in großer Zahl zu den Camps gekommen waren und sich vor die Native-Demonstranten stellten, um sie mit ihren Körpern zu schützen. Fast zehn Monate lang hatten Mitglieder der Standing-Rock-Sioux-Stämme und ihre Unterstützer gegen die Verlegung der Dakota Access Pipeline in ihr Territorium protestiert, auch weil dadurch eine Verschmutzung des Trinkwassers in Cannon Ball, North Dakota, USA droht. Foto: Amber Bracken/World Press Photo/AP/dpa

"Cuba On The Edge Of Change" heißt dieses Foto von Tomas Munita für die New York Times, das den ersten Preis "Daily Life, Stories" beim World Press Photo Wettbewerb gewonnen hat. Es zeigt die Trauer-Prozession für den verstorbenen Fidel Castro am 01.12.2016 in Santa Clara, Kuba. Foto: Tomas Munita/World Press Photo/AP/dpa

Das am 13.02.2017 von World Press Photo zur Verfügung gestellte Handout mit dem Titel "Rescued From The Rubble" des Fotografen Ameer Alhalbi (AFP) ist mit dem zweiten Preis in der Kategorie Spot News, Einzelbild, beim World Press Photo Wettbewerb ausgezeichnet. Es zeigt einen Jungen, der am 24.11.2016 in Aleppo (Syrien) von syrischen Zivilhelfern, den Weißhelmen, aus einem nach einem Angriff mit einer Fassbombe (laut Berichten) zusammengestürzten Haus gerettet wird. Foto: Ameer Alhalbi/World Press Photo/dpa

"Black Days Of Ukraine" heißt dieses Foto von Valery Melnikov für Rossia Segodnya, das den ersten Preis Long-Term Projects beim World Press Photo Wettbewerb gewonnen hat. Es zeigt Menschen, die nach einem Luftangriff im Dorf Luhanskaya, Ukraine, vor einem Feuer fliehen. Foto: Valery Melnikov/World Press Photo/AP/dpa

"Grand National Steeple Chase" heißt dieses Foto von Tom Jenkins, The Guardian, das den ersten Preis in der Kategorie "Sports, Singles" beim World Press Photo Wettbewerb gewonnen hat. Jockey Nina Carberry fliegt von ihrem Pferd Sir Des Champ beim Grand National Hindernisrennen am dritten Tag des Grand National Meeting auf der Aintree Racecourse am 09.04.2016 in Liverpool, England. Foto: Tom Jenkins/World Press Photo/AP/dpa

Das am 13.02.2017 von  von World Press Photo herausgegebene Foto mit dem Titel "Caretta Caretta Trapped" des Fotografen Francis Perez, ist mit dem ersten Preis in der Kategorie Natur, Einzelbild, beim World Press Photo Wettbewerb ausgezeichnet. Es zeigt eine Meeresschildkröte, die in einem Fischernetz verfangen ist und am 08.06.2016 vor der Küste Teneriffas  schwimmt. Foto: Francis Perez/World Press Photo/dpa

Das am 13.02.2017 von World Press Photo herausgegebene Foto mit dem Titel "Iraq's Battle To Reclaim Its Cities" des Fotografen Sergey Ponomarev (The New York Times) ist mit dem zweiten Preis in der Kategorie General News, Stories, des World Press Photo Wettbewerbs ausgezeichnet. Es zeigt einen Jungen, der am 23.11.2016 in Mosul (Irak) den Körper seines vom IS getöteten Vaters hält und weint. Foto: Sergey Ponomarev/World Press Photo/dpa

"Taking A Stand In Baton Rouge" heißt dieses Foto von Jonathan Bachman für Thomson Reuters, das den ersten Preis in der Kategorie Contemporary Issues, Singles beim World Press Photo Wettbewerb gewonnen hat. Die einsame Aktivistin Leshia Evans streckt schwer gepanzerten Polizisten ihre Hände entgegen, um verhaftet zu werden, bei einer Demonstration gegen Polizeigewalt in Baton Rouge, Louisiana, USA, am 09.07.2016. Foto: Jonathan Bachman/Thomson Reuters/World Press Photo/AP/dpa

 

Das am 13.02.2017 von  von World Press Photo herausgegebene Foto mit dem Titel "The Silent Victims Of A Forgotten War" der Fotografin Paula Bronstein für Time Lightbox / Pulitzer Center For Crisis Reporting, gewann den ersten Preis in der Kategorie "Daily Life, Singles" des  Weltpressefoto-Wettbewerbs 2017, wie die Stiftung World Press Photo am 13.02.2017 in Amsterdam mitgeteilt hat. Das Foto zeigt Najiba, die ihren zweijährigen Neffen Shabir am 29.03.2016 in einem Krankenhaus in Kabul (Afghanistan) im Arm hält, der von einer Bombe verletzt worden ist. Foto: Paula Bronstein/World Press Photo/AP/dpa

 

"Pakistan Bomb Blast" heißt dieses Foto von Jamal Taraqai, European Press Agency, das den ersten Preis in der Kategorie Spot News, Singles, beim World Press Photo Wettbewerb gewonnen hat. Anwälte helfen ihren verletzten Kollegen nach einer Bombenexplosion in Quetta, Pakistan, am 08.08.2016. 70 Menschen starben, als eine Bombe zwischen Anwälten und Journalisten explodierte, die sie nach dem tödlichen Anschlag kurz zuvor auf den Rechtsanwalt Bilal Anwar Kasi vor dem Krankenhaus versmamelt hatte. Foto: Jamal Taraqai/EPA/AP/World Press Photo/dpa

"They Are Slaughtering Us Like Animals" heißt dieses Foto von Daniel Berehulak für die The New York Times, das den ersten Preis in der Kategorie General News, Stories, beim World Press Photo Wettbewerb gewonnen hat. Die sechsjährige Jimji ruft "Papa" in ihrem Schmerz, kurz bevor Mitarbeiter des Beerdigungsinstituts die Leiche ihres Vaters Jimboy Bolasa von der Aufbahrung zum Begräbnis bringen in Manila, Philippinen. Unbekannte verschleppten und ermordeten Bolasa und einen Bekannten aus der Nachbarschaft. Die Polizei behauptete, sie waären angeblich Drogenhändler. Foto: Daniel Berehulak/New York Times/AP/World Press Photo/dpa

 

"Rhino Wars" heißt dieses Foto Brent Stirton, Getty Images für National Geographic Magazine, das den ersten Preis in der Kategorie Nature, Stories, beim World Press Photo Wettbewerb gewonnen hat. Es zeigt den Kadaver eines Spitzmaulnashorn-Bullen, das Wilderer wegen seiner Hörner erlegt haben in Hluhluwe Umfolozi Game Reserve, Südafrika. Foto: Brent Stirton/Getty Images/National/Geographic Magazine/AP/World Press Photo/dpa

 

Aus der Serie "Rhino Wars" stammt dieses Foto von Brent Stirton, Getty Images für National Geographic Magazine, das den ersten Preis Nature, Stories, beim World Press Photo Wettbewerb gewonnen hat. Es zeigt eine Mitarbeiterin der Organisation Care for Wild Africa, die sich um verletzte Tiere kümmert, mit dem Nashorn-Waisen Lulah, deren Mutter im Krüger National Park getötet worden ist, in Nelspruit, Südafrika. Foto: Brent Stirton/Getty Images/National Geographic Magazine/AP/World Press Photo/dpa

 

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