Suche nach 16-Jähriger : Vermisste Isabella aus Celle bei Paris aufgetaucht: Vater reist nach Frankreich

Die vermisste Jugendliche ist gefunden, meldet die Polizei am Dienstagabend. (Symbolbild)
Die vermisste Jugendliche ist gefunden, meldet die Polizei am Dienstagabend. (Symbolbild)

Nach zwei Wochen des Suchens ist die 16-jährige Isabella aus Celle in Frankreich angetroffen worden, melden Ermittler.

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07. April 2021, 17:45 Uhr

Celle | Nach dem Auftauchen der vermissten Isabella aus Celle sind der Vater und Vertreter der Polizei am Mittwoch nach Frankreich gereist, sagte eine Polizeisprecherin in Celle. Die örtlichen Behörden hatten bereits Kontakt zu ihr. Demnach war die junge Frau im Raum Paris nach zweiwöchiger Suche gefunden worden.

"Wir wissen noch nicht alles, was nach Isabellas Verschwinden passiert ist", sagte Sprecherin Birgit Insinger zu "NDR Niedersachsen". Am Donnerstag sollen Isabella und ihr Vater zurück nach Celle kommen, hieß es weiter.

Suche über soziale Medien nach vermisster Isabella

"Sie lebt, und das ist eine gute Nachricht." Die Polizei hatte zuletzt ein Gewaltverbrechen an der Gymnasiastin befürchtet. Weiterhin sei nicht ausgeschlossen, dass hinter ihrem Verschwinden am 22. März eine Straftat stehen könne, sagte die Sprecherin. Die verstärkte Suche über Soziale Medien seit Ostermontag habe zu dem mutmaßlichen Fahndungserfolg geführt.

Überraschend habe ein Aufruf über Facebook zu einem sehr konkreten Hinweis geführt, hatte die Polizei am Dienstagabend in Celle mitgeteilt. Bei einem in Frankreich angetroffenen Mädchen handele es sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um Isabella.

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Am Donnerstag oder Freitag wollten die Behörden abschließend über den Fall berichten.

Neue Spuren gemeldet

Isabella hatte am 22. März unbemerkt ihr Elternhaus verlassen. Auf der Suche nach der zwei Wochen lang verschwundenen 16-Jährigen war die Polizei zuletzt neuen Spuren nachgegangen. Es gebe teils vielversprechende Hinweise, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

Eine Sonderkommission wertete Kontakte der Jugendlichen in Chatgruppen und in sozialen Netzwerken aus. Am Ostermontag hatten die Beamten noch einmal die Bevölkerung dringend um Mithilfe gebeten.

Polizei: Isabella hatte nicht vor, länger wegzubleiben

Am Vormittag ihres Verschwindens war das Mädchen mit dem Spitznamen Isi in ihrem Zimmer im Homeschooling. Auch ihr jüngerer Bruder war nach Polizeiangaben im Haus, die Eltern waren bei der Arbeit. Vermutlich zwischen 11.15 und 12.30 Uhr habe die Jugendliche das Haus unbemerkt verlassen. Der Bruder habe gegen Mittag bemerkt, dass sie nicht mehr da sei. Es sei völlig untypisch für Isabella, wegzugehen, ohne Bescheid zu sagen. Die Eltern schalteten noch am gleichen Tag die Polizei ein.

Die Jugendliche habe weder Schlüssel noch Geldbörse oder Handy mitgenommen. Deshalb ging die Polizei davon aus, dass sie jemanden in der Nähe des Hauses treffen wollte. Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass Isabella weglaufen wollte, hieß es zuletzt. Die Eltern schalteten noch am gleichen Tag die Polizei ein.

Meiste Vermisstenfälle werden aufgeklärt – mit Ausnahmen

Die meisten vermissten Kinder und Jugendlichen tauchen nach Erfahrung der Polizei nach wenigen Stunden oder Tagen wieder auf. Doch es gibt auch Ausnahmen, und Schicksale bleiben dauerhaft ungeklärt. In der fortlaufenden Vermisstendatei des Landeskriminalamtes Niedersachsen waren zum Jahresende knapp 1300 Personen verzeichnet. Dazu zählten 202 männliche und 160 weibliche Jugendliche. Seit 2001 wird in Niedersachsen die damals 15 Jahre alte Katrin Konert aus dem Kreis Lüchow-Dannenberg vermisst.

In Berlin suchen Ermittler seit Februar 2019 nach der vermissten Rebecca Reusch. Die damals 15-Jährige verschwand aus dem Haus ihrer Schwester. Die Polizei vermutet, dass sie getötet worden ist.

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