Pläne der EU-Kommission : Letzte Zeitumstellung 2019 – droht dann ein großes Durcheinander?

Möglicherweise werden die Uhren im März 2019 zum letzten Mal verpflichtend umgestellt. Foto: Maja Hitij/dpa
Möglicherweise werden die Uhren im März 2019 zum letzten Mal verpflichtend umgestellt. Foto: Maja Hitij/dpa

Die EU-Kommission verlässt sich bei ihrer Planung zur Abschaffung der Zeitumstellung in hohem Maße auf ihre Mitglieder.

svz.de von
14. September 2018, 21:46 Uhr

Brüssel | In Brüssel haben EU-Kommissare am Freitag die bereits bekannten Gesetzesvorlagen zur Abschaffung der Zeitumstellung präsentiert. Die Pläne der Kommission sehen vor, dass im März 2019 die Uhren zum letzten Mal umgestellt werden sollen.

Eine gute Nachricht für die Millionen an Befürwortern, die das Drehen an der Uhr endgültig abgeschafft haben wollen. Doch damit das auch so gelingt, müssen das Europa-Parlament und die EU-Länder bis Ende des Jahres ihre Positionen deutlich machen.

Im April kommenden Jahres sollen die EU-Mitgliedsstaaten der Kommission dann verbindlich mitteilen, ob im jeweiligen Land in Zukunft dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten soll. Jene Länder, in denen künftig Winterzeit herrschen soll, könnten dann im Oktober 2019 ein letztes Mal die Uhr um eine Stunde zurückstellen.

Hierauf möchte die EU-Kommission jedoch keinen Einfluss ausüben. Sie schlägt vor, dass grundsätzlich die Zeitumstellung abgeschafft werden soll – und dies für alle EU-Länder zum selben Termin. Ob in den einzelnen Ländern dann Sommer- oder Winterzeit gelten soll, das sei jedem Land selbst überlassen, sagte EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc am Freitag bei der Vorstellung der Pläne in Brüssel. "Die Mitgliedsstaaten entscheiden selbst", erklärte die Slowenin.

Allerdings appellierte Bulc auch an die Vernunft der einzelnen Mitgliedsstaaten, um kein absolutes Zeitzonen-Chaos innerhalb der EU entstehen zu lassen. Vor allem Nachbarstaaten seien dazu aufgefordert, sich in der Frage abzustimmen. Eine "gute Lösung" sei im Interesse aller Beteiligten.

Derzeit gibt es in der Europäischen Union drei Zeitzonen. 16 Staaten haben die gleiche Zeit, drei Staaten sind eine Stunde zurück sowie acht EU-Länder sind eine Stunde voraus.

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