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11. Dezember 2016 | 01:20 Uhr

Ironman Hawaii 2016 : Im Marathon kam das Aus

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Nach anfänglicher Spitzenposition im Kampf um den WM-Titel des Ironman Hawaii scheidet der Rostocker Andreas Raelert aus

Viel riskiert, doch der Kopf besiegte nicht den Körper. Andreas Raelert hat die Gratwanderung zwischen nicht voll ausgeheiltem Haarriss im rechten Oberschenkel und erhoffter Platzierung unter den Top Ten bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii verloren. Weil seine Verletzung wieder aufbrach, musste der Rostocker bei Marathon-Kilometer 8,2 aufgeben.

Den  Sieg holte sich erneut  Titelverteidiger Jan Frodeno (Saarbrücken)  vor Sebastian Kienle (Mühlacker) und Patrick Lange (Darmstadt). Letzterer stellte einen neuen Marathon-Streckenrekord auf, verbesserte mit 2:39:45 h die alte, 27 Jahre alte  Bestmarke von Legende Mark Allen um 19 Sekunden.

„Dieser Stachel sitzt natürlich sehr tief. Das muss ich erst einmal verkraften“, sagte Andreas Raelert enttäuscht, richtete jedoch den Blick  schon voraus: „Jetzt werde ich die Verletzung voll ausheilen lassen, um 2017, dann hoffentlich gemeinsam mit meinem Bruder Michael, erneut in den Startlisten stehen zu  können. Dafür wird  es im Spätherbst meiner Triathlon-Karriere erforderlich sein, eine optimale Balance zwischen Belastung und Erholungsphase zu finden.“

Dabei hatte  für den fünffachen WM-Medaillengewinner eigentlich alles nach Maß begonnen. Den 3,86 Kilometer langen Schwimm-Kurs absolvierte der 40-Jährige nur 46 Sekunden langsamer als der zuerst aus dem Wasser steigende Brite Harry Whiltshire (48:00 Minuten), wechselte an Position 14 auf die 180 Rad-Kilometer. Mit viel Tempo  machte „Andy“ Jagd auf die Spitze, erreichte sie und lag in optimaler Position. Doch dann das: Penalty, Zeitstrafe wegen eines falschen Überholvorgangs! Gemeinsam mit dem späteren Dritten Lange und zwei weiteren „Sündern“ musste Andreas in der nächsten Box fünf Minuten absitzen – und der zuvor gute Rhythmus ging verloren.

Bei den aufkommenden starken Mumuku-Seitenwinden versuchte Raelert alles, doch der Oberschenkel streikte: 18:18 Minuten Rückstand, Platz 37 vor dem Marathon. „Ich habe noch versucht, ein Weitermachen zu erzwingen. Es ging leider nicht. Mein Glückwunsch geht an Jan Frodeno, Sebastian Kienle und vor allem an Patrick Lange: Trotz der  Strafe nur 4:44 Minuten Rückstand auf den Sieger – erstklassige Leistung in seinem erst zweiten Ironman!“

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erstellt am 09.Okt.2016 | 08:45 Uhr

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