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10. Dezember 2016 | 13:44 Uhr

Profiboxer Jürgen Brähmer : Gute Nachricht zum Geburtstag

vom
Aus der Onlineredaktion

Jürgen Brähmer nicht so schwer verletzt wie befürchtet: „nur“ Muskelfaserriss / Rückkampf gegen Cleverly für Februar fest ins Auge gefasst

Auf das Ständchen, das ihm sein Trainingskollege und Schützling Tyron Zeuge gestern zum 38. Geburtstag in der Schweriner Boxhalle darbringen wollte, hat Jürgen Brähmer lieber verzichtet und sich statt dessen mit Glückwünschen begnügt. Denn Schmerzen leidet der entthronte Box-Champion wenige Tage nach seiner verletzungsbedingten Aufgabe im Neubrandenburger WM-Kampf gegen Nathan Cleverly aus Wales auch so genug.

Glücklicherweise ist die Verletzung aber „nur“ schmerzhaft, dafür weniger schwer als zunächst befürchtet. Der Rechtsausleger hat einen Muskelfaserriss auf der Oberseite seines rechten Unterarms erlitten und kann nach einer vier- bis sechswöchigen Pause wieder ins Aufbautraining einsteigen. „In zwei Wochen, wenn der Bluterguss herausgezogen ist, soll ich wieder weitgehend schmerzfrei sein. Und für Februar haben wir das Rematch gegen Cleverly ins Auge gefasst. Das wird – wie ich schon am Sonnabend sagte – noch heißer als der Kampf in Neubrandenburg.“

Seinen Arm muss Jürgen Brähmer vorerst zwar schonen, aber so wenig wie er sich selbst gänzlich eine Pause gönnt, gewährt er sie Tyron Zeuge. „Auch wenn Geburtstag ist und du für mich sogar singen wolltest – frei kriegst du trotzdem nicht“, sagte der Boxprofi und Trainer in Personalunion lachend.

Das hatte der jedoch auch nicht wirklich erwartet. Schließlich sind es nur noch gut vier Wochen bis zu Zeuges zweiter WM-Chance gegen Titelverteidiger Giovanni De Carolis (Ita) am 5. November in Potsdam und er ist längst in der Sparringsphase. „Da könnte ich jetzt natürlich nicht eingreifen, aber das war auch nie geplant“, sagt Jürgen Brähmer, der Tyron Zeuge gemeinsam mit seinem eigenen neuen Trainer Conny Mittermeier coacht. „Dafür haben wir als Partner von den Schweriner Amateuren Denis Radovan, der dabei auch eine Menge lernt, und von unseren Profis Timo Schwarzkopf. Der ist zwar deutlich leichter und kleiner als Tyron, kann ihn aber hervorragend im Infight fordern. Und zwei ausländische Sparringspartner fliegen dieser Tage auch noch ein.“

Dass Zeuges zweiter Versuch gegen De Carolis nach dem Remis Mitte Juli in Berlin erfolgreich sein wird, steht für Brähmer außer Zweifel. „Tyron wird in Potsdam Weltmeister und anschließend hole ich mir meinen Titel zurück“, sagt er.

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erstellt am 05.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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