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04. Dezember 2016 | 15:19 Uhr

Sondersitzung zur WM-Affäre : DFB: Bereitschaft zu Teilnahme an Sportausschuss-Sitzung

vom

Noch in der Vorwoche war die Wortwahl schroff. Der Absage folgt nun ein Terminangebot. Die DFB-Spitze will offenbar doch an einer Sitzung des Bundestag-Sportausschusses zur WM-Affäre teilnehmen. Zuvor brachte sich schon der vorletzte Verbandschef ins Spiel.

Der Deutsche Fußball-Bund ist nach kritischen Reaktionen doch zu einer Teilnahme an einer Sportausschuss-Sitzung des Bundestages zur WM-Affäre bereit und hat dafür einen Ersatztermin offeriert.

«Wir stehen mit dem Sportausschuss in persönlichem Kontakt und haben dort erneut unsere Bereitschaft hinterlegt, an einem Alternativtermin zur Verfügung zu stehen», hieß es von Seiten des Verbandes. «Vorbehaltlich der abschließenden Entscheidung des Ausschusses wurde im Dialog der 18. Januar 2017 als mögliche Option avisiert.»

In der Vorwoche war ein Schreiben des DFB-Generalsekretärs Friedrich Curtius publik geworden. Darin erklärte der Funktionär, dass Verbandschef Reinhard Grindel und er selbst wegen anderer terminlicher Verpflichtungen nicht an der Sitzung am 14. Dezember in Berlin teilnehmen könnten. Zudem wurde die Zuständigkeit des parlamentarischen Gremiums «kritisch» infrage gestellt. Diese Haltung war von Politikern und in sozialen Netzwerken kritisiert worden.

Der Sportausschuss hatte sich schon im Dezember 2015 mit den möglichen Verfehlungen des Organisationskomitees der WM 2006 befasst. Damals hatte der frühere Bundesinnenminister Otto Schily, Aufsichtsrat im WM-OK, ausgesagt. Grindel gehörte vor seinem Aufstieg zum DFB-Präsidenten als CDU-Bundestagsabgeordneter selbst dem parlamentarischem Gremium an.

Der frührere DFB-Chef Theo Zwanziger bot seine Teilnahme an einer Sportausschuss-Sitzung an. «Es liegt mir sehr viel an der Wahrheitsfindung. Ich habe das Gefühl, dass von DFB- und Freshfields-Seite eher Aufklärung an der Oberfläche betrieben wird und einige Dinge in einem falschen Bild gezeichnet werden», sagte Zwanziger der «Bild»-Zeitung. «Ich bin auch gerne bereit, in einer öffentlichen Sitzung auszusagen», fügte der 71-Jährige an.

Zwanziger gehörte zum WM-Organisationskomitee 2006 und war dort für die Finanzen zuständig. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt unter anderem gegen ihn wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit möglichen finanziellen Ungereimtheiten im Zuge der deutschen WM-Bewerbung. Zwanziger hat jegliches Fehlverhalten zurückgewiesen.

DFB zur WM-Affäre/Freshfields-Bericht

DFB-Präsident Reinhard Grindel

Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger

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erstellt am 17.Okt.2016 | 16:55 Uhr

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