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03. Dezember 2016 | 22:47 Uhr

Fragezeichen hinter Hambüchen : Deutsche Turner nach Rio wieder an den Geräten

vom

Die Turner-Bundesliga wird immer mehr zu einem Stelldichein der internationalen Prominenz. Die deutschen Olympia-Recken um Marcel Nguyen im Team von Meister KTV Straubenhardt erhalten Verstärkung durch Rekord-Turner Marian Dragulescu aus Rumänien.

Noch steht in den Sternen, ob Fabian Hambüchen jemals wieder in der Deutschen Turn-Liga an die Geräte geht. Der zweite deutsche Rio-Held Andreas Toba befindet sich nach Kreuzbandriss in der Rehabilitation.

Für die anderen Olympia-Starter Marcel Nguyen, Andreas Bretschneider und Lukas Dauser beginnt in Deutschlands Eliteklasse der Kampf um den fünften Titel: Für ihr Team von Meister KTV Straubenhardt ist Ex-Champion Schwäbisch Gmünd der Auftakt-Gegner.

«Wir wollen mit der KTV den Titel verteidigen. Seit Olympia hatten alle eine lange Pause. Deshalb werden wohl alle, die in Rio geturnt haben, mit abgespeckten Programmen an die Geräte gehen», meinte der EM-Dritte Marcel Nguyen und dämpfte damit die Erwartungen der Fans.

Der Münchner wollte dies aber nicht nur auf das deutsche Trio in seinem Bundesliga-Team beschränkt wissen. Auch der kroatische Olympia-Zweite Filip Ude und der Usbeke Anton Fokin, die im Vorjahr maßgeblich am Gewinn der Meisterschaft mitgewirkt hatten, können rund sieben Wochen nach den Spielen nicht topfit sein.

Auch für KTV-Chef Dirk Walterspacher kann die Zielstellung nur der fünfte Titel nach 2005, 2009, 2011 und 2015 sein. Zumal er sein Team weiter verstärkt hat: Der 35 Jahre alte Rekord-Turner Marian Dragulescu aus Rumänien, der bei in Bern seine 15. und 16. Medaille bei Europameisterschaften erkämpft und in Rio die Medaille am Sprung als Vierter nur haarscharf verpasste, wird als weiterer Top-Star in die Reihen der Straubenhardter zurückkehren.

In den Jahren 2008 und 2009 hatte er bereits für die KTV geturnt, war dann aber lange verletzt und wagte erst vor Olympia ein Comeback. Dafür ist Ex-Auswahlturner Thomas Taranu künftig nicht mehr aktiv und wird als Teambetreuer arbeiten.

Die härteste Gegenwehr für die Badener wird von der TG Saar um Barren-Olympiasieger und Weltmeister Oleg Wernjajew aus der Ukraine erwartet. Aber auch Ex-Champion MTV Stuttgart und das Hambüchen- Team von der KTV Obere Lahn, die zum Auftakt aufeinander treffen, gelten als Final-Kandidaten. Beim MTV fehlt nach dem Abgang von Hambüchen der ganz große Name. Leistungsträger sind WM-Teilnehmer Sebastian Krimmer und Auswahlturner Daniel Weinert, einziger Neuzugang ist der frühere Junioren-Europameister Steve Woitalla.

Bei der KTV aus dem hessischen Biedenkopf wird viel davon abhängen, ob Hambüchen - wie angekündigt - noch einmal an die Geräte geht. Er fehlt jedoch im Oktober, weil er zu Dreharbeiten für die Vox-Serie «Ewige Helden» in Spanien weilt und danach erst mal wieder in Form kommen müsste.

Hambüchen hatte mit Olympia-Gold in Rio seine internationale Laufbahn beendet. Sein Manager Klaus Kärcher sicherte aber zu, dass der Wetzlarer auf jeden Fall beim Meisterschafts-Finale am 3. Dezember in Ludwigsburg dabei ist. Unabhängig davon, ob sein Team das Finale erreicht, werde sich Hambüchen seinen Anhängern dort präsentieren, sagte Kärcher.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 12:03 Uhr

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